In den Zweikämpfen war von Beginn an Schärfe drin. Abtasten war nicht angesagt. Die Anfangsphase gehörte dem Aufsteiger, der allerdings zu wenig aus seinen Abschlusssituationen machte.
Die Partie war von Unterbrechungen geprägt, viel Spielfluss entstand nicht. Die Herthaner schossen sich in der 37. Minute aus dem Nichts in Führung. Niklas Stark eroberte den Ball im Mittelkreis gegen Anthony Losilla. Über Vladimír Darida landete dieser bei Suat Serdar, der drei Gegenspieler auf sich zog und knapp innerhalb der Box aus halblinker Position flach zum 1:0 traf.
Lediglich sechs Minuten später legte der BSC mit dem Tor zum 2:0 nach. Dennis Jastrzembski warf von links auf den ersten Pfosten, wo Armel Bella Kotchap und Elvis Rexhbeçaj es nicht schafften, am Fünferrand zu klären. Serdar stand goldrichtig, schnappte sich den Ball und wuchtete diesen ins kurze Eck.
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Der VfL verarbeitete diese beiden Nackenschläge in der Endphase des ersten Durchgangs gut. Er investierte nach dem Seitenwechsel deutlich mehr ins Offensivspiel. Herthas Fokus lag auf der Defensive.
Nach knapp einer Stunde gelang den Hausherren der Anschlusstreffer. Gerrit Holtmann startete in der 59. Minute ein Solo, indem er aus halblinker Position nach innen zog und in den Strafraum eindrang. Dabei ließ er Dedryck Boyata, sowie die eingewechselten Deyovaisio Zeefuik und Linus Gechter aussteigen - ersteren gar per Beinschuss. Bochums Linksaußen schob mit der Innenseite flach aufs Tor, wo Alexander Schwolow zur Seite abwehrte. Dort lauerte Simon Zoller, der aus fünf Metern zum 1:2 netzte.
Danach drückten die Bochumer auf den Ausgleich. Dieser wäre durchaus verdient gewesen, gelang ihnen aber nicht.
Wie bereits in Halbzeit eins überzeugten die Hauptstädter erneut durch eine enorme Effizienz im Abschluss. Lediglich fünfmal schossen sie in dieser Partie, viermal davon wurde der Ball auf den Kasten platziert, dreimal landetet er auch darin. So auch in der 78. Minute, als Neuzugang und Debütant Myziane Maolida durch seinen ersten Hertha-Treffer den 3:1-Endstand markierte. Darida passte aus der eigenen Hälfte gegen aufgerückte Bochumer vertikal zu Joker Maolida. Dieser zog von rechts nach innen, entwischte dem humpelnden Bella Kotchap und schoss in zentraler Position aus 17 Metern ins rechte untere Eck.

Die Stimmen:

Eduard Löwen (VfL Bochum 1848): "Wir haben eine gute Leistung gezeigt und hatten gerade in der ersten Halbzeit gute Chancen, die wir leider nicht genutzt haben. Auf der Gegenseite hat Hertha unsere Fehler eiskalt bestraft. Im Endeffekt sind wir selbst schuld, dass wir diese Partie verloren haben."
Suat Serdar (Hertha BSC): "Bei meinen zwei Toren hatte ich auch ein wenig Glück. Dennoch waren wir natürlich froh, dass wir mit der Führung in die Pause gegangen sind. Die zweite Hälfte war nicht gut von uns, dennoch mit einem Tor nach einem Schuss sehr effektiv."
Niklas Stark (Hertha BSC): "Es war ein Druckspiel, das von uns defensiv geprägt war. Wir haben in den richtigen Situationen aber für Entlastung gesorgt und die Konter gefahren. Wir waren vorne sehr effizient und konnten so das Spiel für uns entscheiden."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Hertha bestraft individuelle Fehler eiskalt

Viele Unachtsamkeiten leistete sich der Liganeuling zwar nicht, doch wenn einem Bochumer ein Fehler unterlief, dann wurde dieser postwendend bestraft. Bitter für den VfL, dass sich diese in entscheidenden Positionen und Situationen geleistet wurden. In den betreffenden Szenen war es also jeweils schon zu spät, um den Patzer eines Mannschaftskollegens auszubügeln. Bei den beiden ersten Toren lagen gar Fehlerketten vor. In der Nachbetrachtung des Spiels gibt es für die Bochumer also einiges Negatives anzusprechen.

Die Statistik: 2

Serdar schnürte erstmals in seiner Bundesligakarriere einen Doppelpack. In seinen 119 vorherigen Spielen im deutschen Fußball-Oberhaus knipste er zwölfmal.
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