Gladbach-Trainer Daniel Farke und Hoffenheim-Coach André Breitenreiter sahen bei ihren jeweiligen Debüts für ihre neuen Teams eine zähe Anfangsphase, in der sich die Gäste aus dem Kraichgau durch eine Gelb-Rote Karte von Stefan Posch bereits nach 19 Minuten selbst schwächten.
Der Unterzahl zum Trotz kam Hoffenheim nur wenige Minuten nach Poschs Platzverweis zur überraschenden Führung, als sich Georginio Rutter zunächst stark gegen Ramy Bensebaini durchsetzte und Andrej Kramaric anschließend mit Übersicht auf Robert Skov querlegte. Der Däne hatte aus zehn Metern keine Mühe und stellte mit einem satten Linksschuss auf 1:0 für die Gäste (25.).
Gladbach erhöhte in der Folge den Druck, Alassane Pléas Schuss drehte sich zunächst aber noch um Zentimeter am Winkel vorbei (32.). Kurz vor der Pause brachte Bensebaini die Fohlen schließlich mit einem Zaubertor zurück ins Spiel. Nach einer lang gezogenen Ecke von Jonas Hofmann legte Ko Itakura den Ball per Kopf an den Fünfer, wo Bensebaini sehenswert per Fallrückzieher auf 1:1 stellte (42.).
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Mit einem Mann mehr erhöhten die Gladbacher nach dem Seitenwechsel den Druck und kamen der Führung durch Joseph Scallys Lattentreffer schon sehr nahe (49.) Weil der glänzend aufgelegte TSG-Schlussmann Oliver Baumann wenig später auch einen Pléa-Schlenzer glänzend um den Pfosten drehte (62.), blieb es auch nach einer knappen Stunde beim 1:1.
In der Schlussphase brach Marcus Thuram dann den Bann für die Borussia: Auf Zuspiel von Pléa versenkte der im richtigen Moment gestartete Angreifer die Kugel aus neun Metern im linken Eck zur verdienten Gladbacher Führung (71.).
Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Nico Elvedi, der nach herrlichem Chip-Pass von Pléa aus spitzem Winkel zum 3:1-Endstand vollendete (78.).

Die Stimmen:

Daniel Farke (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Für uns war das ein perfekter Nachmittag. Wir haben gegen eine sehr erfahrene Hoffenheimer Mannschaft verdient und souverän gewonnen."
Oliver Baumann (TSG Hoffenheim): "Wir haben sehr mutig gespielt - auch zu zehnt. Da bin ich trotzdem sehr stolz auf die Truppe. Das darf uns nicht aus der Bahn werfen."
Grischa Prömel (TSG Hoffenheim): "Wenn man nach 20 Minuten in Unterzahl ist, ist Gladbach ein zu guter Gegner. Wir haben alles reingehauen, aber am Ende ist es zu schwer, das zu verteidigen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Mit Geduld zum Erfolg

Die Gladbacher zeigten über die gesamten 90 Minuten eine geduldige Spielanlage und minimierten so unnötige Ballverluste. Auch nach dem Rückstand in Überzahl verfielen die Gladbacher zu keiner Zeit in Panik und warteten geduldig auf die sich bietenden Räume. Als die Hoffenheimer Kräfte im zweiten Durchgang schwanden, nutzte die Farke-Elf jene Räume konsequent aus und ging als verdienter Sieger vom Platz. Farkes neue Spielidee vom Ballbesitzfußball setzten die Fohlen bereits in zahlreichen Phasen gut um.

Die Statistik: 84

Nur 84 Tage nach dem letzten Wiedersehen trafen sich beide Mannschaften in der Bundesliga schon wieder. Nach dem 5:1-Erfolg zum Abschluss der vergangenen Saison behielten die Fohlen auch zum Auftakt der neuen Spielzeit die Oberhand.
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