Die Gastgeber aus Gelsenkirchen überließen von Anfang den Gästen aus Gladbach den Ball. Allerdings entpuppte sich dieser Umstand als Vorteil für die Schalker. Denn den besseren Start erwischte S04. Während Gladbach sich schwertat offensive Lösungen zu finden, setzte Schalke mehrfach Nadelstiche.
Erst nach rund 20 Minuten konnte Gladbach die Schalker Defensive fordern. Doch in die Phase der erstarkenden Borussia stach Rodrigo Zalazar. Der Uruguayer erzielte nach tollem Solo-Lauf die Schalker Führung per Flachschuss ins linke untere Eck (29. Minute). Mit dieser Schalker Führung ging es nach 45 Minuten in die Kabinen.
Auch im zweiten Durchgang begann Gladbach mit viel Ballbesitz. Dieses Mal suchten die Fohlen aber deutlich zielstrebiger die Offensive. Zweimal hatte Marcus Thuram die Chance auf den frühen Ausgleichstreffer (53./62.).
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Doch erst durch Jonas Hofmann gelang schließlich der Ausgleich. Nach 72 Minute bediente Thuram den Nationalspieler per Hacke. Im Strafraum schob Hofmann den Ball dann an Keeper Alexander Schwolow vorbei ins lange Eck.
Wenig später belohnte sich Thuram selbst: Nach einer Gladbacher Ecke behinderten sich Alex Kral und Keeper Schwolow gegenseitig, sodass keiner den Ball entschärfen konnten. Lachender Dritte war Thuram, der aus der Drehung den freiliegenden Ball ins Tor versenkte (78.).
Schalke war sichtlich geschockt und verlor den eigenen roten Faden. In der Schlussphase sah es so aus, als würde die Borussia am Samstagabend ihren zweiten Saisonsieg feiern, doch nach einem Freistoß von der rechten Seite blockte Patrick Herrmann den Ball mit dem Arm, sodass Schiedsrichter Sven Jablonksi nach Ansicht der Videosequenz keine Wahl blieb, als Elfmeter für Schalke zu geben. Den fälligen Strafstoß verwandelte Marius Bülter (90.+3) und brachte damit die Arena auf Schalke zum Beben. Der Last-Minute-Punkt wurde von den Fans gefeiert wie ein Sieg.

Stimmen zum Spiel

Frank Kramer (Trainer FC Schalke 04): "Die erste Halbzeit war richtig gut von uns. Auch wenn wir den Ballbesitz klar Gladbach überlassen haben. Trotzdem konnten wir uns viele Abschlüsse erarbeiten und waren zwingender als Gladbach. Im zweiten Durchgang waren wir zu passiv und haben keine weiteren Nadelstiche gesetzt. Die Jungs haben heute alles reingeworfen und sind belohnt worden."
Simon Terodde (FC Schalke 04): "Die erste Liga macht mir noch mehr Spaß als die zweite. Mit Mannschaften wie Schalke, Gladbach, in der letzten Woche Köln, das hat schon was. Schön, dass wir unseren Fans heute noch den Punkt bescheren konnten."
Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Anders als durch den Elfmeter hätte Schalke heute kein Tor mehr geschossen. Das kann jedem passieren. Ich glaube wir waren heute ein unangenehmer Gegner. Am Anfang haben wir zu wenig Druck gemacht. Aber gegen einen Aufsteiger mit der Stimmung ist es immer schwierig."
Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach): "Das war heute ganz ganz bitter. Wir haben nach dem Rückstand Moral gezeigt und sind zurückgekommen. Ich bin sehr enttäuscht. Mit einem Sieg wären wir immerhin geteilter Erster gewesen."

Tweet zum Spiel:

Die Schalker genießen sichtlich ihren Ausgleichstreffer in der letzten Sekunde.

Das fiel auf: Gladbach zunächst zu vorsichtig

Die Schalker Halbzeitführung nach dem Tor von Zalazar lag vor allem auch daran, dass die Gäste aus Gladbach sehr vorsichtig im eigenen Ballbesitz agierten. Trotz hoher Spielanteile gelang es dem Team von Daniel Farke nicht, Torchancen zu kreieren. Die Gastgeber waren indes deutlich zielstrebiger und fokussierter in den eigenen kürzeren Ballbesitzphasen. Als die Gladbacher mit fortlaufender Spieldauer mutiger wurden, konnten sie die Königsblauen vermehrt vor Probleme stellen und verdientermaßen zwei Treffer erzielen.

Die Zahl: 35

Schalke konnte seine Ballbesitzzahl um zehn Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche steigern. Allerdings bedeutete das auch nur einen insgesamten Wert von 35 Prozent. Allerdings spielten die Schalker dieses Mal ihre Ballbesitzphasen deutlich besser aus.
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