RB benötigte fünf Minuten, um auf Temperatur zu kommen, dann führte die erste gute Kombination direkt zum Führungstor: Benjamin Henrichs spielte einen perfekten Steilpass in den Strafraum, welchen Dani Olmo mit nur einem Kontakt in den Lauf von Christopher Nkunku weiterleitete.
Der Franzose vollendete aus rund acht Metern ins lange Eck und durfte jubeln (7.). Leipzig blieb auch im weiteren Verlauf die aktivere Mannschaft, scheiterte in der zwölften Minute mit einem Kopfball von Lukas Klostermann nur knapp am hellwachen Florian Müller, im Tor des VfB.
Von Stuttgart war lange Zeit nichts zu sehen, die Matarazzo-Elf hatte alle Hände voll zu tun mit der eigenen Defensivarbeit. Nach einer guten halben Stunde wagten sich die Hausherren dann gefährlich nach vorne, profitierten dabei auch von der Passivität der Gäste. Dies nutzte Naouirou Ahamada in der 31. Minute eiskalt aus.
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UPDATE 07/08/2022 UM 14:09 UHR
Ein kluger Doppelpass an der Strafraumkante mit Sturmpartner Kalajdžić reichte, um die letzte Abwehrreihe der Sachsen auszuhebeln. Der lange Schlenzer des Franzosen landete schließlich im rechten unteren Toreck, Péter Gulácsi streckte sich vergebens.
Mit einem Pfostenkracher von Konstantinos Mavropanos ging es in die Halbzeitpause (45.+4).
Nach Wiederanpfiff hatte der VfB in Form von Josha Vagnoman die Führung auf dem Fuß, dem Verteidiger versagten im Eins-gegen-Eins-Duell mit Gulácsi aber die Nerven (49.). Spätestens ab der 60. Minute spielte dann nur noch RB. Die Tedesco-Elf kombinierte sich im Minutentakt stark vor das Tor von Müller, scheiterte aber immer wieder am überragend aufgelegten Schlussmann.
So konnten weder Nkunku (66. & 68.), Willi Orban (72.), noch André Silva (82.) den Ball im schwäbischen Gehäuse unterbringen. Die Hausherren verteidigten das Remis mit viel Leidenschaft bis zum Abpfiff in der 96. Minute und durften am Ende mit den heimischen Fans den Punktgewinn bejubeln. RB Leipzig verpasste trotz 28:11 Torschüssen und 9:1 Ecken den ersten Saisonsieg.

Die Stimmen zum Spiel:

Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart): "Ich glaube wir uns den Punkt verdient haben, wenn man auf das gesamte Spiel schaut. Wir haben das gemacht, was man gegen einen Verein tun muss, der mit unfassbaren Ressourcen eine Mannschaft zusammengestellt hat. Dann gilt es alles rein zu schmeißen und dann gilt es auch, dass Flo (Florian Müller, Anm. d. Red.) einen überragenden Tag hat. Und den hat er heute gehabt."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Es war glücklich, aber nicht unverdient. Wir hatten die erste Viertelstunde Probleme, mussten uns anpassen, haben das Spiel aber bis zum Ende der ersten Halbzeit gedreht. Als bei uns die Power nachgelassen hat, mussten wir leiden. Aber wir haben bis zum Schluss gekämpft wie die Löwen."
Domenico Tedesco (Trainer RB Leipzig): "In der vergangenen Saison waren wir nach unserem 2:0 in Stuttgart nicht ganz zufrieden. Man hat heute eine Entwicklung gesehen. Wir haben aggressiv und intensiv gespielt. Wir haben uns einen Chancenwucher erarbeitet, aber dann gehst du nur mit einem Punkt aus dem Spiel. Wenn wir diese Chancen genutzt hätten, wären wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen."
Benjamin Henrichs (RB Leipzig): "Wir waren nicht konsequent genug, ich glaube wir hatten viele Chancen. Stuttgart schießt gefühlt einmal auf unser Tor. Da haben wir nicht konsequent genug verteidigt. Am Ende steht dann hier ein 1:1, das fühlt sich an wie eine Niederlage für uns. Wir müssen über 90 Minuten konsequent spielen, das ist unser Anspruch."
David Raum (RB Leipzig): "Wir haben in der ersten Halbzeit direkt das erste Tor gemacht, sind gut ins Spiel gekommen. So wollten wir auch starten. Wir wollten Stuttgart erst gar nicht die Chance geben, ins Spiel zu kommen und hier eine Euphorie mit den Fans aufkommen zu lassen. In der zweiten Halbzeit dominieren wir, haben das Spiel im Griff. Wenn du auswärts in Stuttgart so viele Chancen hast, dann musst du die Dinger einfach machen."

Der Tweet zum Spiel:

Dieser Punktgewinn dürfte sich für die Hausherren wie ein Sieg anfühlen.

Das fiel auf: Florian Müller treibt RB-Offensive zur Verzweiflung

An Florian Müller im Tor der Schwaben war heute kein Vorbeikommen. Beim 0:1-Treffer durch Christopher Nkunku war der Keeper chancenlos, danach vereitelte er im Minutentakt hochkarätige Möglichkeiten. Am Ende standen acht Paraden auf dem Konto des Torhüters, ein neuer Bestwert.

Die Statistik: 150

Schiedsrichter Tobias Stieler kam bei der Partie zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig zu seinem 150. Einsatz.
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