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Felipe Pardo: Auf diesen Mann von Olympiakos Piräus muss Bayern München aufpassen

Kniffliger Job für den FC Bayern: 90 Minuten gegen die 90

24/11/2015 um 11:30Aktualisiert 24/11/2015 um 14:16

Ein Remis reicht dem FC Bayern im Gruppenspiel gegen Olympiakos Piräus für den Achtelfinal-Einzug - allerdings darf der FCB vor allem einen Mann beim Außenseiter nicht aus den Augen lassen. Felipe Pardo, der Mann mit der Nummer 90, ist erst in diesem Sommer vom SC Braga nach Griechenland gewechselt und hat in den bisherigen vier Königsklassen-Partien für Piräus drei wichtige Treffer erzielt.

Der 29. September 2015 war wohl der bislang größte Tag in der Karriere des Kolumbianers Felipe Pardo - beim 3:2-Auswärtssieg von Olympiakos beim FC Arsenal bereitete der 25-Jährige ein Tor vor und traf einmal selbst.

    "Bei Olympiakos bin ich gereift und habe die Zeit genutzt, um die Spieler kennenzulernen und noch mehr Erfahrung zu sammeln", erklärte Pardo dem Portal "futbolred.com".

    Traumtor in letzter Minute

    Nur eine Woche nach seiner Gala gegen Arsenal drehte er dann die Partie gegen Dinamo Zagreb vor heimischem Publikum im Alleingang. Sekunden nach seiner Einwechslung sorgte der Newcomer mit seiner ersten Ballberührung für den Ausgleich - in der 90. Minute erzielte er per Traumtor den 2:1-Siegtreffer für Piräus.

    Felipe Pardo feiert seinen Treffer gegen Arsenal

    Felipe Pardo feiert seinen Treffer gegen ArsenalAFP

    Die Griechen haben nun beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League und auch in seiner Heimat sind die starken Auftritte von Pardo nicht unbemerkt geblieben. José Pekerman, Trainer der kolumbianischen Nationalelf, ist vom Können des Mittelfeldspielers restlos begeistert.

    "Fantastische Saison mit Olympiakos"

    "Sein schnelles Umschaltspiel ist beeindruckend. Er war bei Braga gut, aber jetzt spielt er eine fantastische Saison mit Olympiakos."

    Mit dem Selbstbewusstsein der Piräus-Erfolge soll Pardo nun auch seinem Heimatland bei der WM-Qualifikation zum Ticket für die Endrunde 2018 verhelfen. Anfang November wurde er von Pekerman erstmals in den Kader Kolumbiens berufen.

    Interesse aus England

    Medienberichten aus England zu Folge könnte sich außerdem schon bald ein direkter Konkurrent aus der Champions League die Dienste Pardos sichern.

    Ausgerechnet Gruppengegner Arsenal soll einen Überraschungs-Transfer des Flügelflitzers erwägen, nachdem Theo Walcott und Alex Oxlade-Chamberlain dem Klub in den nächsten Wochen fehlen.

    Von der Klasse des Kolumbianers konnte sich das Team von Trainer Arsène Wenger ja bereits selbst (schmerzhaft) überzeugen.

    Das Geheimnis hinter der 90

    Die Bayern sollten auf alle Fälle ein Auge auf den Mann haben, der bei Piräus kurioserweise das Trikot mit der Nummer 90 trägt. "Als ich nach Europa gekommen bin, habe ich die 90 genommen, weil ich einfach gerne neue Dinge ausprobiere", erklärte Pardo selbst die eher überraschende Wahl.

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