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AS Rom siegt gegen Schachtjor Donezk dank Tor von Edin Dzeko

Euphorische Roma feiert Dzeko: "Möchte weiter träumen"

13/03/2018 um 22:36Aktualisiert 14/03/2018 um 01:07

Der AS Rom hat nach einem 1:0 (0:0) über Schachtjor Donezk das Ticket für das Viertelfinale der Champions League gelöst. Trotz der Pleite im Hinspiel (1:2) zog das italienische Hauptstadtteam aufgrund des erzielten Auswärtstores damit in die nächste Runde ein. Der ehemalige Wolfsburger Edin Dzeko erielte das Siegtor (52. Minute) und wurde zum Matchwinner.

So lief das Spiel:

Grande Finale in der Ewigen Stadt: die Roma hatte am Dienstagabend eine 1:2-Niederlage aus Donezk wettzumachen. Und genauso begannen die Hausherren, Edin Dzeko schoss bereits nach 20 Sekunden zum ersten Mal aufs Tor, die Fans waren da. Doch auch die Gäste spielten selbstbewusst, brachten meist über links starke Flanken in den römischen Sechzehner. Nach gut einer Viertelstunde konnten die Gäste ihren Ballbesitz ausbauen, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen.

Nach rund einer halben Stunde wurden die taktischen Ausrichtungen langsam klar: Die Ukrainer machten mit rund 60 Prozent Ballbesitz das Spiel, allerdings kombinierten sie maximal bis zum gegnerischen Strafraum – danach fehlte der vielzitierte letzte Pass. Die Roma setzte klar eine schwarze Null und lauerte in der Spitze auf Konter. 1:0 schien das erklärte Wunschergebnis.

Die Fans sahen sahen ein durchaus ansprechendes Fußballspiel, das aber mehr von seiner Brisanz als seiner Hochklassigkeit lebte Donezk konnte nicht so, wie es wollte, die Hauptstädter taktierten. Ohne dramatische Ereignisse ging es in die Pause.

Rom - Donezk

Rom - Donezk Eurosport

So zäh wie die erste Hälfte geendet hatte, so dynamisch begann die zweite. Rom zeigte sich merklich aggressiver, nur ein paar Minuten nach Wiederanpfiff setzte Kevin Strootman seinen Teamkollegen Dzeko mit einem traumhaften No-look-Pass in Szene, der Ex-Wolfsburger spitzelte abgebrüht durch die Beine des gegnerischen Keepers (52.). Da war das Tor, auf das ganz Rom gewartet hatte. Allerdings blieb Schachtjor jetzt noch eine halbe Stunde für den Ausgleich...

Nach dem Rückstand versuchten die Gäste zwar nochmal alles, von einem wütenden Sturmlauf konnte aber keine Rede sein. Die römische Defensive stand gut. Kurz vor Schluss wurde es nochmal richtig turbulent: Ivan Ordets sah nach Haltens gegen Dzeko, der allein aufs Tor zulief, die Rote Karte (79.), der AS Rom schien fast durch.

Donezk brachte mit Dentinho (82.) nochmal einen offensiven Mann, kämpfte mit zehn gegen elf ums Weiterkommen. Doch trotz vierminütiger Nachspielzeit gelang den Gästen der Ausgleich nicht mehr. Der AS Rom zieht nach einer taktischen Meisterleistung ganz und gar nicht unverdient ins Viertelfinale der Champions League ein.

Die Stimmen:

Eusebio Di Francesco (Trainer AS Rom): "Ich möchte mit dieser Mannschaft weiter träumen. Es macht mich euphorisch, wie viele Leute das mit uns teilen."

Alessandro Florenzi (AS Rom): "Unter allen Aspekten ein gutes Spiel, mit Herz und Mut. Wir haben für Rom gespielt und das Weiterkommen verdient."

Der Tweet zum Spiel:

Toller Pass und starker Abschluss. So fiel Roms Siegtreffer.

Das fiel auf: Festung Rom bleibt uneinnehmbar

In der CL-Gruppenphase holte die Roma im Stadio Olimpico sieben von neun möglichen Punkten, blieb dabei ohne Gegentor. Am Dienstag gelang wieder ein Zu-Null, der Schlüssel zum Sieg für die Roma.

Die Statistik: Ausnahmen bestätigen die Regel

Sechsmal trafen die beiden Mannschaften bisher aufeinander. Viermal siegte Donezk, nur zweimal Rom. Doch am Dienstag gelang das entscheidende 1:0 – und der Einzug ins Viertelfinale.

Video - Champions-League-Formcheck: Das sind die Favoriten auf den Titel

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