Am Montag teilte der FC Bayern mit, dass Lewandowski nicht mit nach Glasgow reisen werde.
Die Münchner entschieden sich, den Stürmer mit Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag bei Borussia Dortmund zu schonen. "Eine Vorsichtsmaßnahme, der Trainer will kein Risiko eingehen. Samstag kann er spielen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.
Problem: Für "Lewy" gibt es im luxuriösen FCB-Kader keinen adäquaten Ersatz. Ein Fehler in der Planung, der den deutschen Rekordmeister auch in dieser Saison wieder teuer zu stehen kommen könnte.
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"Es ist besorgniserregend"

Doppelt und dreifach bitter: Die Akteure, die den Goalgetter momentan am ehesten vertreten würden, sind ebenfalls verletzt oder angeschlagen. Thomas Müller (Muskelfaserriss) fehlt, Kingsley Coman leidet an Knie- und Oberschenkelbeschwerden. Amateur Kwasi Wriedt ist in der "Königsklasse" nicht spielberechtigt, Youngster Manuel Wintzheimer flog zwar mit nach Glasgow, ist aber definitiv keine wirkliche Alternative.
Und das Experiment, das Heynckes in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig wagte - mit Thiago und Arturo Vidal als Mittelstürmer in einem fragwürdigen 4-2-4-0-System - war nicht mehr als ein schlechter Witz. Am wahrscheinlichsten wäre noch, dass Heynckes James Rodríguez in die Spitze beordert. Ideal ist anders.
"Es ist besorgniserregend, wir haben keine wirklichen Alternativen im Kader", mahnte Abwehrspieler Jérôme Boateng bei "sky" und Joshua Kimmich ergänzte: "Sollte Lewy ausfallen, würde ich mir Sorgen machen. Wir brauchen ihn." Sebastian Rudy brachte das Dilemma auf den Punkt: "Es ist schon schwer, wenn dir die Offensive ein Stück weit wegbricht."
Natürlich hat auch Lewandowski selbst das Problem erkannt. Nach dem Leipzig-Spiel hatte er deshalb ziemlich direkt um Entlastung gebeten: "In diesem Moment gibt es keine andere Möglichkeit, kein Backup auf meiner Position. Aber ein Spieler kann nicht die ganze Saison alle drei Tage 90 Minuten spielen." Sportdirektor Hasan Salihamidzic kündigte daraufhin an, den Transfermarkt für eine Verpflichtung im Winter zu sondieren. Ein richtiger Ansatz.

Einzige Lösung: Wintertransfer

Gelingt es den Bayern dann trotzdem nicht, ihren Fehler aus dem Sommer zu beheben, werden die Debatten um Lewandowski nochmals an Schärfe gewinnen. Mit Schaudern werden sich die Münchner an das Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid aus der Vorsaison erinnern. Lewandowski hatte dort aufgrund einer Schulterverletzung gefehlt, Müller war an der "königlichen" Abwehr-Festung um Sergio Ramos kläglich abgeprallt.
Auch wenn adäquater Ersatz womöglich teuer wird, eine Ablöse für eine echte Hilfe wäre sicher besser angelegt als weiteres Lehrgeld.
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