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Ex-Bundesliga-Stars schießen Liverpool zum Sieg

Ex-Bundesliga-Stars schießen Liverpool zum Sieg

09/04/2019 um 22:54Aktualisiert 09/04/2019 um 23:52

Der FC Liverpool hat gegen den FC Porto im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League nach überzeugender Leistung mit 2:0 (2:0) gewonnen und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Portugal erspielt. Der Ex-Leipziger Naby Keita (5.) und Roberto Firmino (26.) erzielten die Treffer für die Elf von Jürgen Klopp. In acht Tagen fällt die Entscheidung.

So lief das Spiel:

Bis zum Tor lief es zunächst ganz gut für den FC Porto. Die Portugiesen begannen mit ihrem frühen Pressing, vor dem Liverpools Trainer Jürgen Klopp gewarnt hatte. Ziemlich cool reagierten die Hausherren allerdings darauf, denn schon nach fünf Minuten klingelte es im Tor von Iker Casillas. Ein langer Ball von James Milner aus der eigenen Hälfte auf den linken Flügel zu Sadio Mané, der dann in die Mitte auf Roberto Firmino weiterleite, brachte nach dessen Pass zu Naby Keita bereits die Führung, wenngleich sein Schuss abgefälscht war.

Auch die nächste Viertelstunde gehörte den Reds, die den Gästen kaum Platz für Offensivaktionen boten. Sehr geradlinig, schnörkellos und schwungvoll spielte das Team nach vorne und folgerichtig fiel dann auch das 2:0 in der 26. Minute. Jordan Henderson leitete die Szene mit einem Steilpass auf den über links einlaufenden Alexander-Arnold ein. Der spielte den Pass quer am Fünfer vors Tor, Firmino musste dann nur noch einschieben.

Danach zeigte sich dann auch mal Porto im Strafraum von Liverpool. Wenn etwas ging, dann aber nur über Moussa Marega. Einmal scheiterte er aus spitzem Winkel am Fuß von Alisson (30.), dann nach einem Standard gegen herausrückende Reds nicht im Abseits mit einer Direktabnahme aus der Drehung am Keeper (33.) Zwischendurch musste noch der Videoschiedsrichter bei einem Handspiel von Trent Alexander-Arnold eingreifen, gab aber keinen Strafstoß für Porto.

Diese starken Minuten waren aber auch alles, was Porto in Halbzeit eins zustande brachte. Auf der anderen Seite hatte Firmino noch die Chance auf das 3:0, verballerte aber eine risikoreiche Direktabnahme aus vollem Lauf (34.)

Die zweite Hälfte begann mit dem vermeintlichen 3:0 durch Mané, der in der 48. Minute aber knapp im Abseits stand. Doch das war es dann auch – Liverpool schoss danach nicht mehr aufs Tor, wenngleich die Hausherren auch den Rest der Partie dominierten. Gefährlich wurde es aber auch auf der anderen Seite nicht mehr, denn Porto war zwar bemüht und erspielte sich auch noch einige Standards, doch Kapital schlagen konnten die Portugiesen daraus nicht mehr.

Damit steht Liverpool vor dem Rückspiel zumindest schon mit einem Bein im Halbfinale.

Die Stimmen:

Sergio Conceicao (Trainer FC Porto): "Wir haben das Ziel verfehlt, es war verdient. Wir haben die Hälfte dieser 180 Minuten hinter uns. Uns bleiben nun noch 90, um den Rückstand zu verkürzen. Wir werden alles dafür tun."

Oliver Torres Munoz (FC Porto): "Wir haben hier verdient verloren. Aber wir glauben weiter an unsere Chance."

James Milner (FC Liverpool): "Zwei Tore geschossen und zu Null gespielt - das ist ein gutes Hinspielergebnis. Aber es wird kein leichtes Rückspiel."

Das fiel auf: Magerkost nach dem Wechsel

War das Liverpooler Spiel vor dem Seitenwechsel noch geradlinig, war davon nach dem Seitenwechsel nichts mehr zu sehen. Bis zur Strafraumkante ging zwar alles ganz einfach, doch irgendwie schien dann auch der letzte Wille zu fehlen, der Zug zum Tor war komplett abhanden gekommen. Möglicherweise war das schon Schonung fürs Wochenende, denn am Sonntag kommt Chelsea an die Anfield Road und Premiere League steht auf dem Programm. Wenn, dann war das aber keine vom Trainer verordnete Schonung, denn der nutzte nicht mal alle drei Wechseloptionen aus.

Der Tweet des Spiels:

Streckenweise war das schon so.

Die Statistik: 400/200

Jürgen Klopp hat seinen 400. Sieg als Trainer im Profigeschäft gefeiert, 111 davon mit seinem aktuellen Klub (109 mit Mainz, 180 mit Dortmund). Obendrein war das aber auch der 200. Sieg im Europapokal für die Reds.

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