Imago

Hradecky patzt: Leverkusen verliert gegen Moskau

Hradecky patzt: Leverkusen verliert gegen Moskau
Von Eurosport

18/09/2019 um 23:05Aktualisiert 18/09/2019 um 23:17

Bayer Leverkusen hat bei der Rückkehr nach drei Jahren in die Champions League eine Niederlage kassiert. Gegen Lokomotive Moskau verlor die Werkself mit 1:2 (1:2). In der 16. Minute war Bayer durch den Treffern von Grzegorz Krychowiak in Rückstand geraten. Ein Eigentor von Benedikt Höwedes hatte für den Ausgleich gesorgt (25.), doch Dmitri Barinov traf noch vor der Pause zur Führung für Moskau.

Trainer Peter Bosz hatte seine Mannschaft vor dem Duell mit dem Außenseiter in die Siegpflicht genommen und gegen den erwartet tiefstehenden Gegner in der Offensive "bessere Lösungen" als zuletzt gefordert.

Der kurzfristige Ausfall von Kreativspieler Kerem Demirbay (Rückenprobleme) machte sich bei diesem Vorhaben allerdings von Beginn an bemerkbar. Leverkusen übernahm zwar von der ersten Sekunde an die Spielkontrolle, wusste aber mit über 70 Prozent Ballbesitz zunächst nicht viel anzufangen. Einzig Kai Havertz (9.) gab bei seinem zweiten Startelfeinsatz in der Champions League in der Anfangsphase einen harmlosen Warnschuss ab.

Leverkusen von der Rolle

Moskau erwartete die Gastgeber im ersten Duell beider Teams mit zehn Mann in der eigenen Hälfte und schlug dann mit der ersten Offensivaktion eiskalt zu. Nach einem Einwurf der Werkself am eigenen Strafraum nutzte Krychowiak einen katastrophalen Stockfehler des neu in die Startelf gerückten Leon Bailey zur Führung.

Video - Coach erklärt: Das macht Hattrick-Youngster Haaland so besonders

00:50

In Folge agierte die Werkself komplett verunsichert, daran änderte auch das unglückliche Eigentor von Höwedes nichts. Barinow und Krychowiak (beide 28.) ließen innerhalb weniger Sekunden Einladungen der Leverkusener Hintermannschaft kläglich liegen, neun Minuten später machte es Barinow besser.

Champions-League-Debütant Lukas Hradecky spielte dem zentralen Mittelfeldspieler unbedrängt den Ball in den Fuß, dieser nutzte das mit einer gekonnten Direktabnahme aus 25 Metern ins leere Tor.

Großchancen vergeben

Bosz reagierte zur Pause auf den äußerst fehlerhaften Auftritt seines Teams und brachte Lucas Alario für den schwachen Bailey. Dies sorgte auch gleich für mehr Tempo und Gefahr im Offensivspiel. Havertz (50.) zielte per Kopf aus fünf Metern Zentimeter zu hoch, Alario (52.) scheiterte aus kurzer Distanz an Gäste-Schlussmann Guilherme.

Die Rheinländer hielten den dreimaligen russischen Meister fortan unter Dauerdruck. Die Konter von Lokomotive wurden immer seltener, das Team von Juri Sjomin konnte sich kaum noch aus der Umklammerung am eigenen Strafraum lösen. Entweder fehlte der Werkself allerdings der letzte Pass oder die Abschlüsse von Volland (60., 64.) und Havertz (72.) waren zu ungenau.

(SID)

Video - "Zweite Hälfte hervorragend": So analysiert Favre die BVB-Leistung

01:19
0
0