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Fragiles Liverpool – darum stottert der CL-Motor

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FC Liverpool: Jürgen Klopp mit Georginio Wijnaldum

Fotocredit: Imago

VonTobias Laure
04/10/2019 Am 09:11 | Update 04/10/2019 Am 09:11

Eine blitzsaubere Weste in der Premier League, ein fleckiges Gewand in der Champions League - der FC Liverpool gibt Rätsel auf. Auch beim 4:3-Erfolg gegen den FC Salzburg gelang es dem Titelverteidiger nicht, die Partie souverän für sich zu entscheiden. Die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp zeigt in dieser Saison zwei Gesichter - zumindest auf den ersten Blick.

Die Jagd auf den ersten Meistertitel sei 30 Jahren hätte nicht besser beginnen können für den FC Liverpool. Mit sieben Siegen nach sieben Spieltagen führen die "Reds" die Tabelle der Premier League souverän an, Meister Manchester City hat bereits fünf Zähler Rückstand auf die Klopp-Auswahl.

Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich Liverpool in der Königsklasse so schwer tut und als amtierender Champion mit einer 0:2-Niederlage in Neapel und einem knappen 4.3-Erfolg gegen RB Salzburg nur schleppend aus den Startlöchern kam.

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Liegt der Fokus nur auf der Meisterschaft, werden die Gegner in Europa unterschätzt, zeigt die Mannschaft zwei Gesichter? Weder noch, sagt Fußball-Experte Pete Sharland von Eurosport in Großbritannien:

Aus meiner Sicht gibt es keinen großen Unterschied zwischen den Vorstellungen des FC Liverpool in den beiden Wettbewerben. Was den Unterschied ausmacht, sind die Gegner. Die "Reds" lieben nunmal diesen hochintensiven Stil. In der Premier League geht das nahezu immer gut und viele Klubs haben nicht die Klasse, da Paroli zu bieten.

In der Champions League, so Sharland, sei die Situation eine andere. "Die meisten Mannschaften sind da inzwischen besser eingestellt und verstehen es, die Lücken zu nutzen, die Liverpool ihnen anbietet."

Klopp: "Sehr wichtige Lektion für uns"

So geschehen beim 4:3-Spektakel gegen Salzburg. "Wir haben die Tür geöffnet und sie sind durchgerannt", kommentierte Klopp die Tatsache, dass seine Spieler nach einer 3:0-Führung den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen mussten. "Es war eine sehr wichtige Lektion für uns", gab der Coach zu, blieb aber versöhnlich. "Ich dachte, dass ich nach dem Spiel wütend wäre, aber dann wurde mir klar, dass ich es nicht bin."

Klopp nach Achterbahnfahrt: "Das war eine wichtige Lektion für uns"

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Die Mannschaft hatte die Probleme ohnehin schon erkannt und nicht mit Selbstkritik gespart. "Wir haben etwas nachgelassen und sind schwerfällig geworden", befand etwa Stürmer Sadio Mané. "Nach der Pause haben sie es in den ersten 20 Minuten sehr gut gemacht, während wir nicht gut waren und einiges hätten anders machen müssen", bemängelte Innenverteidiger Virgil van Dijk.

Welches Gesicht Liverpool in den kommenden Wochen auch zeigt, es wird extrem schwer, die makellose Serie in der Meisterschaft auszubauen. Mit dem Tabellendritten Leicester City, Manchester United, Tottenham Hotspur und Meister Manchester City warten an den nächsten fünf Spieltagen gleich vier Hochkaräter. Dabei wird sich zeigen, ob die "Reds" ihre Lektion tatsächlich gelernt haben...

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