Am Dienstagabend gab der FC Bayern München bekannt, dass Nationalspieler Serge Gnabry mit dem Coronavirus infiziert ist. Er musste sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Am Training am Vormittag hatte er noch teilgenommen.
Das Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und Atlético Madrid am Mittwochabend (21.00 Uhr im Liveticker) kann nach dem positiven Coronatest dennoch wie geplant stattfinden.
Dies bestätigte ein Sprecher der UEFA dem "SID".
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Die für Mittwochvormittag angesetzten zusätzlichen Tests lieferten demnach allesamt einen negativen Befund.
Was waren die unmittelbaren Folgen?
Alle Spieler von Bayern München wurden am Mittwochvormittag getestet. Die Spieler wurden anschließend wieder nach Hause geschickt. Das Anschwitzen vor dem Champions-League-Spiel am Abend gegen Atlético Madrid entfiel. Am Nachmittag kamen die Befunde heraus. Alle Tests waren negativ.
Was sagt das zuständige Gesundheitsamt?
Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München versuchte nach der Anzeige der Infektion von Gnabry am Mittwoch nachzuverfolgen, ob andere Personen einen "relevanten" Kontakt mit ihm hatten. Als relevant gilt ein Kontakt, wenn er länger als 15 Minuten dauert und dabei der Abstand von 1,5 Meter ohne Maske unterschritten wird.
Was passiert mit Personen mit relevanten Kontakten?
Sie müssen umgehend für 14 Tage in Quarantäne. Kingsley Coman hatte sich Mitte September in häusliche Isolation begeben, weil er Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte.

Münchner Gesundheitsamt könnte Bayern-Spiel absagen

Welche Hygiene-Maßnahmen hat der FC Bayern?
Seit Beginn der Coronakrise nutzen die Spieler zwei getrennte Kabinen auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße. Zudem sollen sie außerhalb des Platzes Abstand zu den Mitspielern halten und eine Maske tragen.
Findet das Spiel gegen Atlético Madrid statt?
Nach dem Reglement der UEFA muss eine Heimmannschaft bis sechs Stunden vor Spielbeginn negative Coronatests vorlegen, diese dürfen höchstens zwei Tage vor dem Spieltag abgegeben worden sein. Die Sechs-Stunden-Frist gilt wie im Fall des FC Bayern aber auch für weitere notwendige Tests. Liegen sechs Stunden vor Beginn des Spiels von mindestens 13 Spielern inklusive eines Torhüters negative Tests vor, muss das Spiel wie geplant stattfinden. Ansonsten wird das Spiel abgesagt.
Im Falle der Bayern wurden die negativen Testbefunde rechtzeitig vorgelegt. Dies bestätigte ein Sprecher der UEFA dem "SID". Die für Mittwochvormittag angesetzten zusätzlichen Tests lieferten demnach allesamt einen negativen Befund.

FC Bayern: "Gnabry geht es gut"

Wer trifft die letzte Entscheidung?
Unabhängig von den Vorgaben der UEFA entscheidet in letzter Instanz das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München. Dieses hatte die Kontakte von Gnabry überprüft und keine Einwände gegen die Austragung des Spiels gehabt.
Was passiert mit Gnabry?
In einer Mitteilung des FC Bayern am Dienstag heißt es: "Dem Offensivspieler des FC Bayern geht es gut. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne." Die Dauer der Quarantäne (Gnabry darf die häusliche Umgebung nicht verlassen und keinen Kontakt zu anderen Personen haben) ist laut Gesundheitsamt nicht pauschal geregelt, sondern eine "Einzelfallentscheidung", das bedeutet bei Gnabry: Wohl mindestens acht Tage, vermutlich zehn Tage.

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(SID)

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