An die euphorischen Jubelszenen im Camp Nou vor fast genau vier Jahren wird Lionel Messi in diesen Tagen besonders gern zurückdenken.
Drei späte Tore, ein denkwürdiges 6:1, Champions-League-Geschichte: Dem FC Barcelona war 2017 im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen Paris St. Germain ein historisches Comeback gelungen - am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker) hoffen die Katalanen in Paris auf ein Deja-vu und das nächste Wunder.
Denn dieses Mal muss Barça im Prinzenpark ein 1:4 aus dem Hinspiel aufholen. Genauso wie beim 0:4 damals benötigen Messi und Co. zumindest vier Tore.
Champions League
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"Es gibt immer das zweite Spiel, aber unsere Chancen sind sehr gering", sagte Trainer Ronald Koeman vor der fast unmöglichen Aufgabe. Zuletzt war Barcelona vor 14 Jahren gegen den FC Liverpool schon im Achtelfinale gescheitert.

Barça-Präsident Laporta glaubt an Messi-Verbleib

Für die Spanier ist das Duell beim französischen Starensemble auch ein Spiel der letzten Chance - denn es geht um Messis Zukunft. Der 33-jährige Argentinier, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, liebäugelt nach zwei Dekaden in Barcelona schon länger mit dem Abschied. Der neue Präsident Joan Laporta hofft auf einen Verbleib, der 58-Jährige ist auch überzeugt, "dass er bleiben will".
Messi hatte bei der Präsidentenwahl am Sonntag erstmals seine Stimme abgegeben und Laporta danach gratuliert. "Leo ist der beste Spieler der Welt. Dass er mit seinem Sohn zur Wahl gekommen ist, ist für mich ein positives Zeichen", freute sich Laporta.
Dennoch könnte es für Messi der letzte Königsklassen-Auftritt im Trikot der Blaugrana werden. Neben Manchester City mit Trainer Pep Guardiola gilt auch PSG mit dem argentinischen Coach Mauricio Pochettino als stark interessiert. Pochettino wurde nur 150 km entfernt von Messis Heimat Rosario geboren, beide starteten ihre Karrieren bei den Newell's Old Boys.

Messi bei PSG auf der Liste

Er müsse aufpassen, "nicht über Spieler bei anderen Klubs zu sprechen", sagte Pochettino zuletzt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur "AFP", "aber es ist in jedem Fall eine einfache Antwort: Großartige Spieler können für jedes Team spielen."
Spieler wie Messi würden "immer auf der Liste von PSG" stehen, hatte Sportdirektor Leonardo zu Jahresbeginn gesagt. Und Superstar Neymar, der 2017 für 222 Millionen Euro an die Seine gewechselt war, wünscht sich nichts mehr als eine Wiedervereinigung mit dem sechsmaligen Weltfußballer. "Es ist das, was ich am meisten will", sagte der 29-Jährige im Dezember zu "ESPN".
In Paris würde Messi nicht nur mit Neymar, sondern auch mit Shootingstar Kylian Mbappé zusammenspielen. Mbappe, dessen Vertrag genauso wie bei Neymar am Ende der kommenden Saison ausläuft, hatte beim 4:1 im Hinspiel vor drei Wochen einen Dreierpack erzielt. Messi sorgte für die Barça-Führung - und muss nun wieder ein Fußballwunder vollbringen.
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(SID)

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