"Ihm fehlen Kampfgeist und Temperament. Er ist immer wieder zu lässig", glaubt Lizarazu das Problem bei Draxler erkannt zu haben.
"Seine Karriere in Paris ist ein ständiges Auf und Ab: Mal macht er es richtig gut, dann siehst du ihn in zwei Spielen überhaupt nicht und verstehst nicht, warum", meinte der ehemalige Münchener.
Seit seinem Wechsel von Wolfsburg nach Paris im Jahr 2017 absolvierte Draxler 164 Spiele für die Franzosen. In dieser Spielzeit wurde er zwar 24 Mal eingesetzt, im Schnitt allerdings nur 45 Minuten pro Spiel.
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Zu einem weiteren PSG-Star äußerte Lizarazu ebenfalls Kritik. Superstar Neymar habe weiterhin "nicht verstanden", dass er auch für die Mannschaft arbeiten müsse, erklärte der 51-Jährige im "Kicker".

Bixente Lizarazu: PSG fehlt noch der Teamgeist

"Er mag es nicht, für das Team zu arbeiten, Defensivarbeit ist nicht sein Ding. Bei Mbappé ist es genauso, auch bei di Maria. Dieses Trio scheut den Job nach hinten – und schon haben die Pariser bei Ballverlust ein Problem", erklärte Lizarazu.
Im Angriff sei PSG zwar eine Topmannschaft "mit Tempo, Kreativität, Dribblings; aber an die Defensive denken diese Spieler nicht einmal".
Die Erkenntnis, dass es im Fußball auf Teamwork ankomme, habe "sich im PSG-Team bis heute nicht durchgesetzt", kritisierte der Franzose, der anfügte: "Um die Champions League zu gewinnen, sind Mentalität und Kampfgeist nötig. Die zehn Feldspieler müssen wissen, wie wichtig die vereinte Defensivarbeit ist. Es geht nur über den gemeinsamen Kampf."
Die Mannschaft bekomme dies jedoch "nur hin und wieder, aber nicht konstant hin".

Ausfall von Robert Lewandowski hat großen Einfluss

Im Duell mit den Münchenern dürften die Chancen von PSG allerdings wegen der Verletzung von Torjäger Robert Lewandowski gestiegen sein, glaubt Lizarazu, der mit dem FC Bayern 2001 die Königsklasse gewann.
"Eigentlich wären die Münchner die Favoriten, weil sie im vergangenen Jahr den Cup gewonnen und noch immer eine sehr starke Mannschaft haben", so der 51-Jährige. Bayern sei es eher "gewohnt, auf diesem internationalen Toplevel zu spielen". Der Ausfall des Polens verändere allerdings "die Lage enorm. Ich sehe die Chancen jetzt bei 50:50."
"Obwohl im FCB-Kader noch weitere gute Stürmer stehen, gibt es keinen, der im Strafraum so gefährlich ist wie Lewandowski. Die Bayern werden nun offensiv anders denken müssen", meinte Lizarazu, der in der veränderten Spielweise auch eine Chance für die Münchener erkennt. PSG müsse sich nun "auf diese flexible Spielweise um- und einstellen".
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