Was soll schon passieren? Ist doch nur Gladbach.
Diese Sichtweise wäre der größte Fehler, den Manchester City machen könnte, wenn heute Abend das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in der Puskás Aréna in Budapest (ab 21:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) angepfiffen wird.
So ganz von der Hand zu weisen ist die Gefahr nicht, dazu läuft es einfach zu gut. Die Serie von 25 Partien ohne Niederlage beinhaltet Siege gegen Schwergewichte wie Manchester United, Chelsea, Liverpool, Tottenham oder Arsenal.
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Guardiola aber warnt, es gebe im Duell mit Gladbach schließlich einen markanten Unterschied.
"Unsere Spieler kennen die Profis von Mönchengladbach nicht so gut, deshalb müssen wir sie uns genauer anschauen, um sie besser zu verstehen", betonte der 50-Jährige. "Die Borussia hat ihre Sache in einer harten Gruppe mit Real Madrid, Inter Mailand und Schachtjor Donezk unglaublich gut gemacht."

City-Hammer: 20 Mal zu null in 25 Spielen

Noch besser läuft die Saison freilich für City. Ob in der Meisterschaft, dem FA Cup, dem Ligapokal oder der Champions League - Manchester dominiert.
Auch, weil Guardiola die Abwehr in ein Bollwerk verwandelt hat. In der Gruppenphase der Königsklasse kassierte City nur ein Gegentor, seit 526 Minuten hält Schlussmann Ederson zusammen mit Ersatzkeeper Zack Steffen den Kasten auf der internationalen Bühne sauber. Insgesamt spielte Manchester in den vergangenen 25 Pflichtspielen 20 (!) Mal zu null. Schwindelerregend, wie gesagt.

Gewohntes Bild: Jubel bei Manchester City

Fotocredit: Getty Images

Die lange Siegesserie habe man hinlegen können, "weil unsere Defensive einfach einen überragenden Job macht. Das kann man nicht oft genug betonen", lobte Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan im Interview mit "Sportbuzzer" die Kollegen aus der Defensivabteilung.

70-Millionen-Mann Dias ein Glücksgriff

Die Verpflichtung von Rúben Dias, der für rund 70 Millionen Euro von Benfica Lissabon kam, entpuppte sich als Glücksgriff. Der 23-Jährige gebe der Mannschaft "etwas Besonderes", lobte Guardiola. Neben Dias setzt der ehemalige Bayern-Coach in der Innenverteidigung auf John Stones, der ebenfalls eine überragende Saison spielt.
"Sie ziehen sich gegenseitig hoch und feiern Tackles, als wären es Tore", schwärmte Ex-City-Verteidiger Joleon Lescott vom neuen Duo in der Innenverteidigung.

Rúben Dias und John Stones von Manchester City

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Doch auch die Offensive weiß zu überzeugen. Mit 50 Toren verfügt Tabellenführer City nach 25 Spieltagen in der Premier League über den zweitbesten Angriff nach dem direkten Verfolger Manchester United. Der Stadtrivale hat allerdings satte zehn Zähler weniger auf dem Konto.

Gündogan überragend - und mit Torriecher

Eine Schlüsselrolle im Siel nach vorne nimmt Gündogan ein. Der deutsche Nationalspieler bewegt sich seit Monaten auf höchstem Niveau, erzielte in 27 Pflichtspielen 13 Treffer, bereitete drei weitere vor. "Meine Interpretation der Rolle ist etwas offensiver geworden und es läuft ganz gut", übte sich Gündogan in Bescheidenheit. Aus gutem Grund. "Ich weiß natürlich, dass es so, wie es zuletzt lief, nicht ewig laufen kann. Entsprechend kann ich das auch professionell einstufen."
Fakt aber ist: Der 30-Jährige ist unverzichtbar. Meist zentral eingesetzt, kam Gündogan auch auf der Sechs sowie im linken und offensiven Mittelfeld zum Einsatz. Guardiola weiß genau, dass der Mittelfeldspieler im Kampf um Europas Krone zum entscheidenden Faktor werden könnte.
Es sieht gut aus für Manchester City, in jeder Hinsicht. Bis auf Abwehrspieler Nathan Aké seien alle Spieler fit, berichtete Guardiola vor der Partie in Budapest.
Was also soll schon passieren?
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