Jürgen Klopp machte sich für eine Ausnahme von der knallharten Einreisesperre stark, als in Leipzig schon über einen Plan B wie Budapest spekuliert wurde. "Ja, es gibt eine neue Art des Virus, aber wir sind in einer Blase und könnten in Leipzig spielen, ohne das Virus zu verbreiten", sagte Klopp am Freitag. Sein Werben wird kaum etwas daran ändern, dass sein FC Liverpool nicht für das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zu RB Leipzig reisen darf. Eine Alternative muss her.
Daran arbeiten sie bei den Sachsen auf Hochtouren, auch wenn noch nichts spruchreif ist. "Ich habe gerade noch einmal mit Oliver Mintzlaff telefoniert. Es gibt keinen richtig neuen Stand, dass man irgendwas verkünden kann", sagte Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann am Freitag. Leipzigs Geschäftsführer Mintzlaff arbeitet im Hintergrund an einer Lösung des Problems, das die Einreisesperre des Bundesregierung für Personen aus Corona-Mutations-Gebieten kreiert hatte.
Wie das Portal "Sportbuzzer" berichtete, sollen die Bemühungen derzeit in Richtung einer Austragung der für den 16. Februar angesetzten Partie in der ungarischen Hauptstadt Budapest laufen. "Wir arbeiten in alle Richtungen an Lösungen. Das Spiel wird sicher nicht ausfallen", so RB-Pressesprecher Till Müller.
Champions League
0:3-Niederlage droht: Leipzig braucht Plan B gegen Liverpool
04/02/2021 AM 23:07
Budapest hatte bereits im vergangenen August als Ausweich-Spielort für die Begegnung von NK Celje aus Slowenien gegen den irischen Dundalk FC in der Champions-League-Qualifikation gedient.

RB Leipzig droht 0:3-Pleite am Grünen Tisch

Durch eine solche Verlegung hielte Leipzig die Frist der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ein, bis kommenden Montag eine Alternative zu präsentieren. Sollte dies dem Klub nicht gelingen, droht eine 0:3-Niederlage am Grünen Tisch. Dass der Druck dadurch bei RB liegt, störte Nagelsmann nicht. "Ich kenne die Regularien nicht, wie sowas abläuft. Ich fühle mich persönlich nicht alleine gelassen", sagte er.
Andere Optionen für RB wären beispielsweise eine zeitliche Verschiebung in die Wochen nach Ablauf der Einreisesperre oder gar ein Tausch des Heimrechts mit Liverpool, das am 10. März das Rückspiel ausrichten soll. Dies wäre jedoch ein Nachteil für das Klopp-Team.
Nötig wurden die alternativen Planungen, weil das Bundesinnenministerium (BMI) am Donnerstag mitgeteilt hatte, dass die Bundespolizei den Antrag Leipzigs auf eine Sondergenehmigung für eine Einreise Liverpools abgelehnt habe. Da brachte es auch nichts, dass Klopp am Freitag die Umsetzung der Hygienestandards bei den Reds lobte. Deutschland hat Fluggesellschaften mindestens bis zum 17. Februar untersagt, Personen aus Gebieten, die von Corona-Mutationen betroffen sind, auf deutsches Staatsgebiet zu transportieren. Großbritannien gehört zu eben jenen Ländern.

Einreiseverbot: Gladbach klopft in Dänemark an

Und da die Mutation auf der Insel weiter um sich greift, dürften auch andere Klubs mit den Auswirkungen zu kämpfen haben. Am 24. Februar soll Borussia Mönchengladbach den englischen Tabellenführer Manchester City zum Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League empfangen. Sollte die Regierung die Einreisesperre verlängern, hätte Gladbach wohl das gleiche Problem wie Leipzig.
"Stand jetzt können wir nicht im Borussia-Park spielen, sondern müssen uns einen Ausweichort suchen. Wir haben beim FC Midtjylland, aber auch bei anderen Klubs angefragt", sagte Sportdirektor Max Eberl am Freitag.
Die Dänen von Midtjylland hatten im Dezember wiederum mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen gehabt - schlussendlich konnte der Klub seine Partie gegen Liverpool aber spielen. Passenderweise machten die Reds dort das Achtelfinale perfekt - in dem sie nun auf Leipzig treffen.
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