Gemeinsam, das bewiesen sie am Dienstag wieder, strahlen Reals in die Jahre gekommene Recken immer noch am hellsten.
Der 3:1 (1:0)-Sieg im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo bedeutete nicht nur den ersten Einzug unter die acht Besten Europas seit 2018, sondern auch Kroos' 100. Champions-League-Spiel von Beginn an. Der Weltmeister von 2014 und Modric dominierten das Zentrum dabei teils nach Belieben. Hatte Real in dieser Saison viele Probleme, nährt das Mittelfeld-Duo von Weltklasse-Format nun die Hoffnungen darauf, doch noch Silberware abzustauben.
"Wir haben heute gezeigt, wie viel Hunger noch im Team steckt", sagte Modric direkt nach der Partie: "Wir können weit kommen. Wie weit, werden wir sehen, aber das heute war ein wichtiger Schritt." Auch für Trainer Zinedine Zidane war der Triumph gegen Bergamo essenziell. Nach einer holprigen Gruppenphase in der Königsklasse, dem Pokal-Aus gegen einen Drittligisten und derzeit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer Atletico Madrid in der Liga stand er zeitweise stark in der Kritik.
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Doch noch Double-Sieger?

Nun spricht der Coach plötzlich wieder vom Double-Sieg aus Meisterschaft und Henkelpott. Der Franzose meinte:
Ja, wir werden es sicher versuchen. Warum sollte es nicht möglich sein? Deswegen sind wir hier."
Sein größter Trumpf ist offenkundig die funktionierende Achse aus Kroos (31), Modric (35), dem abgezockten Kapitän Sergio Ramos (34) und Karim Benzema (33). Das gehobene Alter ist dabei nachrangig.
"Ich fühle mich wie 27", scherzte Modric: "Die Jahreszahl in deinem Pass ist egal. Es geht darum, was du auf dem Platz machst." Dort legte Modric gegen Bergamo das 1:0 durch Benzema (34.) glänzend auf, auch Ramos (60.) traf per Foulelfmeter. Sein alterndes Führungsquartett hat zwar schon je viermal die Champions League gewonnen, aber Zidane fühlt bei ihnen den Wunsch nach mehr. Er selbst habe damals zwar mit 34 Schluss gemacht, "aber sie sind hungrig, wollen weiter Geschichte schreiben und Titel gewinnen".

Zidane über Ronaldo-Rückkehr

Und vielleicht kehrt bald noch ein anderer berühmter Mitdreißiger nach Madrid zurück. Cristiano Ronaldo, der bis 2018 neun Jahre lang die Klubgeschichte prägte und mittlerweile 36 Lenzen zählt, soll bei Juventus Turin unzufrieden sein und über einen Blockbuster-Wechsel zu Real nachdenken. "Es ist möglich", sagte Zidane kürzlich bei "Sky Italia", aber man solle darauf warten, was in der Zukunft passieren wird. Im Moment kann er sich bestens auf sein Traum-Duo Kroos/Modric verlassen.
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(SID)

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