Die Salzburger erwischten einen perfekten Start und gingen nach drei Minuten in Führung. Am Ende eines stark ausgespielten Konters spielte Nicolas Seiwald den Ball eigentlich in die Füße von Kevin Mbabu, der allerdings nicht schnell genug reagierte, wodurch Karim Adeyemi sich den Ball schnappte und frei vor Koen Casteels einschob.
John Brooks verschätzte sich bei einem langen Ball von Seiwald, sodass Noah Okafor frei im Sechzehner zum Abschluss kam, jedoch nur die Latte traf (12.). Aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich für die Wölfe. Maximilian Arnold schlug eine Ecke in den Fünfmeterraum, wo Lukas Nmecha als Einziger zum Ball ging und ihn mit dem Kopf ins lange Eck verlängerte (15.).
Nach einer halben Stunde wurden die Wölfe etwas besser und erspielten sich weitere Chancen. Arnold bediente Renato Steffen halb links vor dem Sechzehner, der Schuss des Schweizers ging allerdings knapp drüber (33.).
Bundesliga
Neue Konkurrenz bei Adeyemi: BVB hat offenbar Alternative im Blick
VOR 19 STUNDEN
Nach einer Flanke von Ridle Baku klärte Jerome Onguené den Ball vor die Beine von Nmecha, der aus zehn Metern abzog, allerdings von Maximilian Wöber abgegrätscht wurde (36.). Casteels verhinderte quasi mit dem Pausenpfiff die Führung der Hausherren, als er einen Schuss von Luka Sucic mit dem Fuß abwehrte (45.).

Noah Okafor schnürt den Doppelpack

Auch im zweiten Durchgang hatte Salzburg wieder den ersten gefährlichen Abschluss. Brenden Aaronson schlug eine Ecke auf den kurzen Pfosten, wo Adeyemi die Kugel mit der Hacke aufs Tor verlängerte. Casteels lenkte den Ball allerdings noch über die Latte (56.).
Nur zwei Minuten später bediente Okafor Sucic im Rückraum, dessen Schuss konnte Jerome Roussillon jedoch vor der Linie klären. Adeyemi verlängerte erneut eine Aaronson-Ecke in die Mitte, Rasmus Kristensen reagierte schneller als drei Wolfsburger und spitzelte den Ball zu Okafor, der aus kürzester Distanz einschob (66.).
Immer wieder wurden die Hausherren über Konter gefährlich. Ein abgefälschtes Zuspiel von Adeyemi wurden von Mbabu in letzter Sekunde vor Kristensen geklärt (69.). Die beste Chance der Wölfe im zweiten Durchgang hatte Dodi Lukebakio, der aus spitzem Winkel jedoch an Köhn scheiterte, auch den Nachschuss von Steffen konnte der Schlussmann parieren (74.).
Nach einer weiteren Ecke erhöhten die Österreicher auf 3:1. Der eingewechselte Bernardo köpfte zum frei stehenden Okafor, der aus fünf Metern einnetzen konnte (77.). Casteels verhinderte kurz vor dem Schlusspfiff noch mal Schlimmeres, als er erneut gegen Adeyemi parieren konnte (85.).

Die Stimmen zum Spiel:

Ridle Baku (VfL Wolfsburg): “Wenn man sich die zweite Halbzeit anschaut, da kassieren wir zwei Tore aus zwei Standardsituationen, was einfach nicht passieren darf. Das war dann schlussendlich spielentscheidend. Es ist dann auch extrem ärgerlich, dass du so ein Spiel dann verlierst, wenn du so unnötige Tore bekommst.”
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): “Ich glaube, wir haben speziell in der zweiten Halbzeit Salzburg eingeladen, haben nicht mehr das gemacht, was wir in der ersten Halbzeit getan haben und so stehst du dann hier mit leeren Händen da. [...] Ja, da kannst du nichts anderes sagen, wir haben den Anfang verschlafen. Wir sind aber gut zurückgekommen, waren dann auch ganz gut drin im Spiel und wollten eigentlich auch so weitermachen. Das haben wir aber nicht gemacht in der zweiten Halbzeit und dann kriegen wir zwei so billige Tore, so kannst du nicht bestehen.”
Noah Okafor (RB Salzburg): “Hervorragend. Mir fehlen einfach die Worte. Ich bin wirklich sehr glücklich über meine ersten Champions-League-Tore. Ich fühle mich auch wirklich fit und bin sehr glücklich über die drei Punkte. Wir stehen jetzt auf dem ersten Platz, ich bin einfach sehr stolz auf diese Mannschaftsleistung. Die gesamte Mannschaft, der gesamte Trainerstab ist einfach hervorragend. Klar, wir müssen von Spiel zu Spiel gucken und jetzt erst mal ein bisschen runterfahren.”
Matthias Jaissle (Trainer RB Salzburg): “Ich glaube, dass es ein sehr temporeiches Spiel war. Wir haben fast über 90 Minuten unsere Art und Weise des Fußballs auf den Platz gebracht, das war, dann glaube ich, auch in der Höhe ein verdienter Sieg. Ich bin auch extrem stolz auf die Mannschaft, wie sie es einfach gemacht haben, diese reife Leistung gerade nach dem Ausgleichstor. Sie haben nicht zurückgesteckt, sondern eher noch mal einen draufgelegt in der zweiten Halbzeit. Es war einfach ein richtig geiler Champions-League-Abend.”

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Wölfe hinten wild, vorne harmlos

Wie schon in der Liga, in der Wolfsburg das offensivschwächste Team in der oberen Tabellenhälfte ist, fehlte es heute an einem Offensivkonzept und der Durchschlagskraft vor dem Tor. Die Wölfe konnten ihr einziges Tor nur über eine Standardsituation erzielen, ansonsten waren sie aus dem Spiel heraus viel zu harmlos. Zudem ließen sie immer wieder defensive Schwächen durchblicken und wurden mitunter sehr einfach ausgekontert. Zwei Gegentore fielen nach Eckbällen, vor allem die Innenverteidigung mit John Brooks und Maxence Lacroix erwischte einen rabenschwarzen Abend.

Die Statistik: 2

Noah Okafor erzielte den ersten Champions-League-Doppelpack eines Schweizers seit dem 27. September 2017, als Dimitri Oberlin für den FC Basel doppelt gegen Benfica Lissabon traf.
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