"Wir diskutieren darüber, warum es einen Sponsorenvertrag mit Katar gibt. Aber denken wir mal an die letzten drei Champions-League-Finals", erklärte Calmund bei "spox.com" und fragte: "Fällt uns bei den Besitzern etwas auf? Liverpool, Tottenham, Paris Saint-Germain, Manchester City und der FC Chelsea gehören den Golfstaaten, Investmentfirmen, englischen und russischen Geldgebern. Wir diskutieren in Deutschland über die Kommerzialisierung, aber der FC Bayern war der einzige Finalist, der keinem Großunternehmer gehört und lediglich 25 Prozent seiner Anteile verkauft hat."
Den Titelgewinn des FC Chelsea in dieser Champions-League-Saison sieht Calmund mit einem weinenden und einem lachenden Auge.
"Beim letzten Champions-League-Sieg von Chelsea waren wir auch zurecht stolz auf Cheftrainer Thomas Tuchel und unsere Nationalspieler Rüdiger, Werner und Havertz, der übrigens das Siegtor erzielte. Allerdings wäre der Erfolg ohne die Kohle von Abramovich nicht möglich gewesen."
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Deutsches Abschneiden "kein Weltuntergang"

Zum schlechten Abschneiden der deutschen Teams in der Königsklasse - mit dem FC Bayern steht in dieser Saison nur einer von vier Klubs in der K.o.-Phase - findet Calmund besänftigende Worte: "Dortmund hätte ich mir einen Platz höher gewünscht, Wolfsburg ist eine Enttäuschung. Aber das ist kein Weltuntergang."
Laut dem früheren Bundesliga-Manager zehrt die Bundesliga von den stabilen Leistungen der vergangenen Jahre. Die diesjährige Leistung sei als Ausrutscher zu werten: "In der Fünfjahreswertung belegt die Bundesliga seit Jahren hinter England und Spanien gemeinsam mit Italien Platz drei oder vier. Daran wird sich auch in dieser Saison nichts ändern, trotzdem verlief die Champions-League-Vorrunde insgesamt absolut unbefriedigend. Das tut weh, aber ich bin kein Freund davon, das als "verheerend" oder dergleichen zu bezeichnen."

Calmund: "Bayern bestgeführter Verein weltweit"

Calmund brach überdies eine Lanze für den Rekordmeister: "Bayern ist der bestgeführte und gesündeste Verein weltweit und für mich das Maß aller Dinge."
Der 72-jährige sieht zudem die Vereine der Bundesliga in einer stabileren Lage als den ein oder anderen Spitzenklub in Europa: "Die deutschen Vereine werden allgemein gut geführt. Mit dem klaren Lizenzierungssystem der DFL wären solche Schuldenberge wie beim FC Barcelona gar nicht möglich."
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