Gewinner

Joachim Löw: Der Bundestrainer wurde nach der Berufung seines Perspektivkaders kritisiert, seine Expertise angezweifelt. Schon vor dem Endspiel steht fest: Löw hat wertvolle Erkenntnisse gewonnen - und alles richtig gemacht.
Leon Goretzka: Der Schalker ist der Aufsteiger beim Confed Cup. Der 22-Jährige kommt aus der Tiefe des Raumes und ist für den Gegner unberechenbar. Drei Tore bei drei Turniereinsätzen sprechen für sich. "Mit seiner Spielintelligenz und seinen Wegen hilft er der Mannschaft unglaublich", sagte Teammanager Oliver Bierhoff.
Confed Cup
932, 152, 71: DFB-Team in Zahlen
01/07/2017 AM 10:07
Lars Stindl: Der Gladbacher musste lange auf seinen ersten Länderspieleinsatz warten, mit 28 Jahren durfte er sich endlich das DFB-Trikot überstreifen. Als Spieler zwischen den Linien hat er Löw überzeugt und zudem noch zwei Treffer erzielt. Darf trotz aller Konkurrenz von der WM träumen.

Timo Werner gegen Mexiko

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Timo Werner: Das Sturmjuwel wurde unmittelbar vor dem Turnier noch von den eigenen Fans ausgepfiffen. Antwortete mit Leistung und drängte sich als Alternative auf - in einem Alter, in dem WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose noch als Zimmermannslehrling "auf dem Dach stand" (Klose).
Duo Jonas Hector/Joshua Kimmich: Die einzigen beiden Spieler beim Confed Cup, die auch in Löws A-Team gesetzt sind - zurecht, wie sie erneut nachwiesen. Hector gibt links Mr. Zuverlässig, Kimmich den heimlichen, aber gar nicht so stillen Leader. Löw prophezeit ihm eine "Riesenkarriere".

Verlierer

Sandro Wagner: Für flotte Sprüche ist Wagner immer zu haben. Durfte anfangs auch auf dem Platz zeigen, was er kann. Dann haben andere Spieler ihm den Rang abgelaufen. Gegen Chile, Kamerun und Mexiko war der Hoffenheimer nur Bankdrücker. Seine WM-Chancen schwinden.
Shkodran Mustafi: Der Weltmeister sitzt seit seinem schlimmen Fehler gegen Chile auf der Bank. Stapfte am Donnerstag missmutig aus dem Fischt-Stadion. "Es kommen noch so viele", meinte er. Auskunftsfreudigere Kollegen - und Anwärter auf seinen WM-Platz.
Bernd Leno: Der 25-Jährige patzte beim 3:2 gegen Australien zum Auftakt gleich doppelt. Den Kampf um die Nummer zwei hinter Manuel Neuer hat er gegen Marc-André ter Stegen (vorerst) verloren. Kevin Trapp macht zudem Druck.

Bernd Leno

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Julian Brandt: Durfte im ersten Spiel gegen Australien von Beginn an ran und bereitete das erste Turniertor von Stindl vor. Löw genügte das nicht. Im weiteren Turnierverlauf kam Brandt auf lediglich zwei Kurzeinsätze. Seinem Spiel mangelt es noch an Konstanz.
Reinhard Grindel: Der DFB-Präsident hatte im Vorfeld viele kritische Themen angesprochen. Legte dann am Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion in Kasan einen Kranz nieder. Eine wichtige Geste. Aber als es beim Thema Doping ernst wurde, gab es ein dürres Statement. Nachfragen? Nicht zugelassen.
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