Erst die ruhige Regeneration, dann die knackige Video-Analyse: Der teils noch holprige Start ins Länderspieljahr der deutschen Fußballerinnen weckte Redebedarf. Die Tennis-Analogie der Bundestrainerin traf es gut. "Da würde man sagen: Es waren zu viele unforced errors", sagte Martina Voss-Tecklenburg.
Unerzwungene Fehler, vor allem beim finalen Pass oder im Abschluss, standen nach dem 2:0 (1:0) gegen Belgien im Aachener Tivoli ganz oben auf der Mängelliste der Chefin. "Das Thema verfolgt uns ja schon länger", erklärte "MVT", wollte zugleich aber nicht überkritisch sein: "Die Arbeit an der Präzision wird uns begleiten, und das kann man üben."
Die Aufarbeitung begann sogleich. Denn schon am Mittwoch (18:30 Uhr live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!) geht es beim Drei-Nationen-Wettbewerb "Three Nations. One Goal" gegen die Niederländerinnen um den Turniersieg.
Fußball
Huth und Schüller treffen: DFB-Frauen feiern Sieg gegen Belgien
21/02/2021 AM 21:17
Der Europameister und WM-Zweite ist vor allem in der Offensive um Torjägerin Vivianne Miedema ein völlig anderes Kaliber als die auf Konter lauernden Red Flames aus Belgien.

DFB-Frauen: Fragezeichen hinter Defensive

Wirbelwind Svenja Huth, mit ihrem frühen Tor (2.) und der präzisen Flanke zum Volley-Treffer von Lea Schüller (55.) die Frau des Abends, warnte daher schon mal: "Wir müssen in allen Teilen kompakt stehen und dürfen dem Gegner keine Luft zum Atmen lassen."
Wo das deutsche Team auf dem Weg zur Mission EM-Titel 2022 in seiner Abwehrarbeit steht, da ist selbst die Bundestrainerin derzeit überfragt. "Wir können das noch gar nicht richtig abschätzen, weil unsere Defensive zuletzt so wenig gefordert wurde", sagte die 53-Jährige.
Umso bedeutsamer ist das Duell mit den Oranje Leeuwinnen in Venlo, rund 50 km vom Teamhotel in Düsseldorf entfernt, als Gradmesser.

Debütantinnen Anyomi und Nüsken überzeugen

Fritz Keller indes betonte nach seinem Sonntagsausflug zum Tivoli eine andere wichtige Dimension dieser Länderspiele unter Nachbarn: Die Bewerbung um die Austragung der übernächsten Frauen-WM, für die Aachen als grenznaher Spielort als logische Wahl erscheint.
"Unsere Frauen-Nationalmannschaft war in einem tollen Stadion zu Gast", ließ der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Anschluss ausrichten. "Als überzeugter Europäer würde ich mich freuen, wenn wir die Weltmeisterschaft 2027 gemeinsam mit unseren belgischen und niederländischen Freunden austragen würden."
Im besten Fußball-Alter sind dann die Debütantinnen Nicole Anyomi (21/SGS Essen) und Sjoeke Nüsken (20/Eintracht Frankfurt). "Beide haben mutig agiert, wollten den Ball haben. Ich sehe große Möglichkeiten in der Entwicklung", sagte Voss-Tecklenburg über die eingewechselten beiden Neulinge. Die Angreiferin Anyomi gab am Tag darauf überglücklich zu: "Ich kann es noch nicht in Worte fassen. Ich war wirklich sehr nervös und aufgeregt."
Das könnte Dich auch interessieren: Fans contra Löw: Umfrage als Ohrfeige für Bundestrainer
(SID)

Erfolgreicher Jahresauftakt: So besiegte Deutschland Belgien

Olympia - Fußball
BVB-Youngster als Matchwinner: Brasilien gewinnt Elfmeterkrimi gegen Mexiko
VOR 37 MINUTEN
Bundesliga
Nächster Corona-Fall: BVB-Verteidiger in häuslicher Isolation
VOR EINER STUNDE