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DFB-Pokal: Leverkusen will Triple-Traum von Jupp Heynckes und Bayern platzen lassen

Leverkusen will Heynckes' Triple-Traum platzen lassen
Von SID

16/04/2018 um 13:36

Zweimal hat Jupp Heynckes in dieser Saison schon seinen Ex-Klub Bayer Leverkusen geärgert, nun will die Werkself den Spieß umdrehen und ihrem früheren Coach so richtig weh tun. Im Halbfinale des DFB-Pokals am Dienstagabend (20.45 Uhr) könnte Bayer den Traum des 72-Jährigen vom zweiten Triple mit Bayern München nach 2013 platzen lassen.

"Jupp muss Vorbild für alle sein. Deshalb ist es auch etwas Besonderes am Dienstag", sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich im "kicker"-Interview:

"Doch bei allem berechtigten Respekt und Lob von meiner Seite: Wenn ich die Möglichkeit bekäme, die Bayern rauszuschmeißen, kann ich natürlich trotzdem keine Rücksicht nehmen. Keiner weiß das besser als er."

Die beiden 1:3-Niederlagen in der Liga sind für Champions-League-Aspirant Leverkusen spätestens seit den jüngsten 4:1-Erfolgen gegen die direkten Konkurrenten RB Leipzig und Eintracht Frankfurt vergessen. Nationalspieler Julian Brandt sagte selbstbewusst: "Wir haben in der Liga zwar zweimal gegen die Bayern verloren, aber auch zweimal beachtliche Leistungen geboten. Ich komme ja aus Bremen, und da sagt man: Dreimal ist Bremer Recht."

Der WM-Kandidat ist sich zwar der Außenseiterrolle seines Teams bewusst, sieht jedoch realistische Chancen:

"Bayern ist der Favorit. Aber wir müssen uns nicht verstecken, alles ist möglich."

Auch Bayer-Torwart Bernd Leno glaubt, dass der Pokalsieger von 1993 erstmals seit 2009 ins Finale einziehen kann. "Die Bayern sind sicher gewarnt. Wir strahlen im Moment großes Selbstvertrauen aus", sagte der Nationaltorwart, der aber auch weiß: "Wir brauchen einen Sahnetag."

Heynckes, zwischen 2009 und 2011 unter dem Bayer-Kreuz tätig, lässt sich aber nicht verrückt machen.

"Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, aber meine Mannschaft ist gut vorbereitet, alle Spieler sind hoch motiviert,"

sagte der Bayern-Coach, der im Rheinland einen "Leckerbissen für Fußball-Konsumenten" erwartet. Fehlen wird Arturo Vidal, der sich wegen eines freien Gelenkkörpers einem "kleinen Eingriff" am Knie unterziehen musste.

Heynckes: Berlin ist etwas Besonderes

Heynckes würde zum Abschluss seiner grandiosen Karriere gerne noch einmal das deutsche Cup-Finale am 19. Mai in Berlin und möglichst auch das Endspiel in der Champions League eine Woche später in Kiew bestreiten. Berlin, sagte er, sei "für alle etwas Besonderes, jeder will da hin". Im Wege stehe nur noch Leverkusen, das den Bayern im März 2009 die bislang letzte Auswärtsniederlage im Pokal zufügte. Bayer spiele "exzellent Fußball", die Mannschaft sei "hoch begabt", und Herrlich mache "einen Riesenjob", sagte Heynckes, der Leverkusen für die kommende Saison sogar als Titelkandidaten sieht.

Für seinen 26 Jahre jüngeren Kollegen Herrlich, als Profi DFB-Pokalsieger mit Bayer (1993) und Borussia Mönchengladbach (1995) ist die deutsche Hauptstadt ebenfalls das erklärte Ziel:

"Es ist großartig, so ein Finale zu spielen, weil in Berlin eine außergewöhnliche Atmosphäre herrscht. So ein Endspiel ist etwas ganz Besonderes. Wie das ist, müssen meine Spieler selber erleben und gegen die Bayern dafür die Voraussetzungen schaffen."

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