Getty Images

RB Leipzig - VfL Wolfsburg | Cunha schießt RBL erstmals ins Viertelfinale

Cunha schießt Leipzig erstmals ins Viertelfinale

06/02/2019 um 20:23Aktualisiert 06/02/2019 um 21:18

Matheus Cunha hat RasenBallsport Leipzig im DFB-Pokal zum 1:0 (1:0)-Sieg über den VfL Wolfsburg und damit erstmals ins Viertelfinale geschossen. Der Brasilianer erzielte in seinem ersten DFB-Pokal-Spiel den goldenen Treffer (9.). RB war in seiner Vereinsgeschichte noch nie über das Pokal-Achtelfinale hinaus gekommen. Wolfsburg war zuletzt 2017/18 in die Runde der letzten Acht eingezogen.

So lief das Spiel:

Die ersten 45 Minuten zeigten eine muntere Partie vor der enttäuschenden Kulisse von lediglich 20.000 Zuschauern. Die Gastgeber starteten nach Ballgewinnen mit überfallartigen Kontern. Einen davon schloss Matheus Cunha nach herrlichem Zuspiel von Lukas Klostermann früh zur Führung ab (9.).

Im Anschluss kamen die Gäste besser in die Partie. Renato Steffen hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aus 13 Metern mit links jedoch am fantastisch reagierenden Peter Gulacsi im Tor von RB.

Gegen Ende des ersten Abschnittes übernahm Leipzig dann wieder das Kommando, doch Yussuf Poulsen konnte sich nach Zuspiel von Marcel Sabitzer gegen John Anthony Brooks nicht entscheidend durchsetzen (40.), so dass es mit dem 1:0 in die Halbzeit ging.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel immer einseitiger. Defensiv ließ die Mannschaft von Ralf Rangnick schlichtweg nichts mehr zu, verpasste vorne allerdings mehrfach die Vorentscheidung.

Poulsen (58./90.+4), Marcel Sabitzer (66.) und der eingewechselte Emil Forsberg (88.) hätten die Nerven ihres Trainers schonen können, vergaben aber beste Torchancen.

Doch dem VfL Wolfsburg fehlten unter dem Strich schlichtweg die Mittel, um die von Willi Orban stark organisierte RB-Defensive noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Somit ziehen die Leipziger erstmals in der Vereinsgeschichte in das DFB-Viertelfinale ein.

Die Stimmen:

Ralf Rangnick (Trainer RB Leipzig): "Ich finde, dass wir im Spiel gegen den Ball ein überzeugendes Spiel gemacht haben. An klaren Möglichkeiten haben wir nur eine zugelassen. Das Einzige, was man heute kritisieren kann, ist, dass wir nicht früher den Sack zugemacht haben. Das ist im Pokal aber am Ende zu verschmerzen. Da zählt nur, ob du weiterkommst."

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir wären gerne weitergekommen und haben alles versucht. Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen. Wenn man sich Leipzig in letzter Zeit angeschaut hat, haben wir gut mitgehalten. Das Tor kam ein bisschen aus dem Nichts. Mit dem 1:0 ist uns so ein bisschen das letzte Vertrauen flöten gegangen."

Matheus Cunha (RB Leipzig): "Ich bin sehr glücklich, dass mein Tor zum Sieg gereicht hat. Wir haben gut gespielt, hätten nur den einen oder anderen Treffer mehr machen müssen."

Willy Orban (RB Leipzig): "Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber ich glaube, dieses Jahr ist noch mehr drin. Wenn wir weiter so spielen, haben wir auch die Chance, nach Berlin zu fahren."

Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Ein verdienter Sieg – wir haben es nur verpasst, das zweite Tor zu machen. Aber ich denke, wir haben unseren Fans ein tolles Spiel gezeigt. Wir haben defensiv fast nichts zugelassen und wieder zu Null gespielt. Jetzt sind wir sehr glücklich, im DFB-Pokal-Viertelfinale zu stehen."

Konrad Laimer (RB Leipzig): "Wir haben es ein wenig zu spannend gemacht und unsere Fans ziemlich zittern lassen. Doch wir sind eine Runde weiter und damit sehr zufrieden. Wer nun unser Gegner wird, ist mir eigentlich egal – Hauptsache, wir bekommen wieder ein Heimspiel, denn in unserem Stadion mit unseren Fans sind wir eine Macht."

Tweet zum Spiel:

Die Sololäufe von Ibrahima Konaté aus der eigenen Abwehr heraus erinnerten in der Tat an eine Mischung aus Lúcio und Forrest Gump.

Das fiel auf: Keine Zuschauer – keine Stimmung

Nur knapp 20.000 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion. Neben den optisch großen Lücken auf der Tribüne fiel auch die sehr magere Stimmung auf. Lediglich vereinzelt waren trotz der frühen Leipziger Führung Anfeuerungsrufe aus dem Rund zu vernehmen.

Die Statistik: 100

Marcel Halstenberg lief zum 100. Mal für RBL auf. "Besser kann mein 100. RBL-Spiel kaum laufen", sagte er.

Video - Das sagen Favre und Kohfeldt zum Pokal-Thriller

01:20
0
0