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Leverkusen beendet Durststrecke im Pokal

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Lucas Alario jubelt - Bayer Leverkusen vs. SC Paderborn

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Forstner
29/10/2019 Am 21:35 | Update 29/10/2019 Am 22:31

Bayer Leverkusen hat im DFB-Pokal seine kleine Durststrecke beendet und darf weiter von seiner ersten Finalteilnahme seit 2009 träumen. Die Werkself gewann ihr Zweitrundenduell gegen den Ligakonkurrenten SC Paderborn 1:0 (1:0) und konnte damit nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg endlich wieder ausgelassen jubeln. Der argentinische Nationalspieler Lucas Alario (25.) erzielte den Siegtreffer.

So lief das Spiel:

Die ersten Minuten waren ziemlich ausgeglichen. Beide Mannschaften agierten munter nach vorne und erarbeiteten sich über die Außenpositionen aussichtsreiche Torchancen. In der dritten Minute gab Karim Bellarabi von der rechten Außenbahn gefühlvoll in den Fünfer. Dort drückte Kevin Volland das Spielgerät auf den Kasten, wo Schlussmann Jannik Huth den Einschlag verhinderte. Wenige Sekunden später wurde es auch auf der Gegenseite gefährlich: Christopher Antwi-Adjei ließ Aleksandar Dragovic in der rechten Strafraumhälfte mit hohem Tempo aussteigen. Er zog aus etwas spitzem Winkel flach ab. Das Spielgerät rollte am langen Pfosten vorbei (4.).

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Mit zunehmender Dauer erhöhte Leverkusen die Spielkontrolle und ging verdient in Führung. Mitchell Weisers Flanke von links landete im Strafraumzentrum zwischen Karim Bellarabi und Jamilu Collins, wo der Ball zu Lucas Alario abprallte. Der Argentinier nahm diesen an, brachte sich in eine tolle Abschlussposition und schoss aus etwa acht Metern rechts oben zum 1:0 ein.

Anschließend wirkten die Gäste etwas verunsichert. Sie tauchten nur noch selten in der Offensive auf und waren hauptsächlich mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt. Bayer hatte gute Möglichkeiten, das Ergebnis nach oben zu schrauben, war in der Gefahrenzone im Abschluss aber nicht kaltschnäuzig genug.

Beide Teams begannen den zweiten Durchgang mit hohem Tempo. Leverkusen vergab in der 56. Minute in einer Vier-gegen-zwei-Überzahlsituation die Chance aufs 2:0. Bellarabi blieb mit seinem Pass nach innen hängen, kam allerdings erneut an den Ball. Sein Schuss aus rechten Sechzehnerhälfte rauschte knapp am langen Pfosten vorbei.

Danach spielte sich das Geschehen größtenteils zwischen den Strafräumen ab. Die "Werkself" war zwar weiterhin spielbestimmend, mit der Einwechslung von Gerrit Holtmann (66.) steigerten die Paderborner allerdings ihre Torgefahr. Sie erarbeiteten sich in der zweiten Halbzeit ein Chancenplus, schlossen aber oft zu hastig ab oder blieben mit ihren Schüssen hängen. Bayer platzierte nach dem Seitenwechsel keinen Schuss mehr auf das gegnerische Tor und zitterte den knappen Vorsprung über die Zeit.

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Die Stimmen zum Spiel:

Aleksandar Dragovic (Bayer 04 Leverkusen): "Wir haben es heute insgesamt ganz gut gemacht. Aber ich hätte lieber früher eine Entscheidung gehabt - so war es gefährlich. Paderborn hat mit seinen schnellen Offensivspielern sehr risikoreich gespielt."

Lucas Alario (Bayer 04 Leverkusen): "Wir sind glücklich über den Sieg. Es war ein fieses, schwieriges Spiel heute. Wir müssen uns jetzt gut ausruhen, denn am Samstag wartet das nächste sehr, sehr wichtige Spiel auf uns."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn 07): "Das war ein sehr intensives Spiel von beiden Seiten. Natürlich ärgert mich das Ergebnis, aber ich kann mit der Leistung zufrieden sein."

Christopher Antwi-Adjei (SC Paderborn 07): "Es hat leider nicht gereicht. Jetzt müssen wir uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren."

Cauly Oliveira Souza (SC Paderborn 07): "Im Abschluss hat uns die letzte Konzentration gefehlt. Aber diese Niederlage wirft uns nicht um."

Der Tweet zum Spiel:

Es war wahrlich kein Spiel, das durch die Effektivität im Abschluss auffiel.

Das fiel auf: Bayers Personalsorgen

Leverkusens Personaldecke ist derzeit ziemlich dünn. Gegen Paderborn fielen einige Leistungsträger aus. Wendell, Charles Aránguiz, Daley Sinkgraven und Leon Bailey fehlten. Die Einsätze von Sven Bender (Sprunggelenksverletzung) und Kai Havertz (Krankheit) waren fraglich, letztendlich schafften es aber beide in den Kader. Havertz erwischte einen schwachen Arbeitstag. Er ging zwölfmal ins Dribbling, kam dabei aber lediglich einmal am Gegenspieler vorbei. In der 31. Minute musste Bayer-Trainer Peter Bosz seinen Schützling Lars Bender verletzungsbedingt auswechseln.

Die Statistik: 84

Den DFB-Pokal (inklusive Vorgänger Tschammerpokal) gibt es seit 1935. 84 Jahre nach Gründung trafen Bayer 04 Leverkusen und der SC Paderborn 07 erstmals in diesem Wettbewerb aufeinander.

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