Für den schwer angezählten Jan-Moritz Lichte dürfte es das letzte Spiel als Cheftrainer gewesen sein.

Nach Treffern von Jean-Paul Boetius (7.) und Kapitän Danny Latza (55.) sah es einen Tag vor Heiligabend lange nach einem Erfolgserlebnis für die verunsicherte Mainzer Mannschaft aus. Gerrit Holtmann (66.) und Robert Tesche (90.+4) retteten jedoch die Gäste, die nach der Roten Karte gegen Torhüter Manuel Riemann (95., Notbremse) in Unterzahl spielten.

DFB-Pokal
Soll erfüllt: Jetzt muss beim BVB wieder die Leichtigkeit her
23/12/2020 AM 10:23

Bei Mainz versagten Adam Szalai, Kevin Stöger und Jean-Philippe Mateta im Drama vom Punkt die Nerven. Am Bruchweg stehen unruhige Weihnachtstage bevor.

Nach der Vertragsauflösung von Schröder stehen die Bosse unter Zeitdruck. Der geschätzte Ex-Manager Christian Heidel soll übernehmen und den Klub vor dem Abgrund retten, bat aufgrund der Entwicklungen aber zunächst um Bedenkzeit. Der 57-Jährige, der ursprünglich für einen anderen Vorstandsposten vorgesehen war, wollte laut Vereinsboss Stefan Hofmann eigentlich nicht mehr an die "vorderste Front".

Zweiter Trainerwechsel beim FSV Mainz 05 steht wohl bevor

Völlig offen ist zudem, mit welchem Trainer der Tabellenvorletzte der Bundesliga ab dem 28. Dezember in den Kampf um den Klassenerhalt geht.

Hofmann hatte erklärt, die Frage "derzeit nicht beantworten" zu können, ob Lichte (40) weitermachen darf. Es gehe jetzt "alles Schritt für Schritt". Vieles deutet auf den zweiten Trainerwechsel bei Mainz in dieser Saison hin.

Lichte, der erst nach dem zweiten Bundesliga-Spieltag für Achim Beierlorzer übernommen hatte und seitdem eine dürftige Bilanz aufweist, nahm fünf Wechsel im Vergleich zur Last-Minute-Niederlage zuletzt gegen Werder Bremen (0:1) vor. In die Startelf rückte unter anderem Boetius, der früh die Führung erzielte.

Mainz zaubert vor dem 2:0

Der Treffer sorgte nicht für den erhofften Schub. Erst kurz vor der Pause tauchten die Mainzer wieder gefährlich auf: Robin Quaison (36.), Latza (37.) und Jeremiah St. Juste (42.) ließen die größten Chancen ungenutzt. Die über weite Strecken bessere Mannschaft im ersten Durchgang war jedoch Bochum.

Die Mannschaft von Trainer Thomas Reis blieb auch nach dem Seitenwechsel aktiv. Das Tor erzielte aber erneut Mainz: Nach dem besten Angriff der Partie legte Quaison mit der Hacke auf den aufgerückten Latza ab, der eiskalt vollstreckte. Den Gastgebern gab auch das keine Sicherheit, Bochums Holtmann verkürzte wenig später. Danach vergab der VfL gute Chancen zum Ausgleich, ehe Tesche per Kopf in letzter Sekunde traf. Es folgte die Verlängerung und das Drama im Elfmeterschießen.

Jahn Regensburg bezwingt Wehen Wiesbaden im Elfmeterschießen

Jahn Regensburg steht nach 17 Jahren wieder im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Zweitligist gewann ein ausgeglichenes Zweitrundenspiel beim klassentieferen SV Wehen Wiesbaden am Mittwoch nach 120 torlosen Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen. Das Viertelfinale hat der SSV Jahn noch nie erreicht.

Das Spiel war kämpferisch intensiv, aber auch zäh. Beide Mannschaften wollten zugunsten der Offensive nicht ihre Abwehr entblößen, zu verlockend waren die Hoffnung auf ein großes Spiel und die 700.000-Euro-Prämie für den Einzug in die nächste Runde. Ein Klassenunterschied zeigte sich nicht.

Phillip Tietz (30.) für Wiesbaden und Regensburgs Max Besuschkow (45.+1) hätten den Gegner zu mehr Initiative zwingen können, hätten sie ihre Chancen genutzt. Alexander Meyer parierte dann den entscheidenden Elfmeter von Dominik Prokop, Tietz hatte zuvor an die Querlatte geschossen.

Das könnte Dich auch interessieren: Barça an deutschem Weltmeister dran? Das sagt der Berater

(SID)

Verstärkung für die Abwehr: Klopp heiß auf BVB-Star

Bundesliga
"Es war das große Ziel ...": Rummenigge schwärmt von Kahn und Co.
23/12/2020 AM 09:56
Bundesliga
Kahn schreibt Alaba-Verbleib ab: "Sind an Grenzen gegangen"
23/12/2020 AM 07:56