Beim SVW gab es nach dem Schalke-Spiel vier personelle Wechsel in der Startelf. Florian Kohfeldt brachte Niklas Moisander, Ludwig Augustinsson, Kevin Möhwald und Milot Rashica für Ömer Toprak, Felix Agu, Leonardo Bittencourt sowie Jean-Manuel Mbom (alle Bank).
Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war zu Umstellungen im Abwehrzentrum gezwungen. Mit Paul Jaeckel und Mergim Marvraj fielen beide Innenverteidiger mit Oberschenkelverletzungen aus. Anton Stach rutschte dafür vom defensiven Mittelfeld eine Position nach hinten, neben ihm kam Maximilian Bauer zum Zug. Hans Sarpei nahm die Rolle vor der Abwehr ein. Zudem ersetzte im Tor Sascha Burchert Marius Funk (Bank).
Die Fürther kamen gut ins Pokalduell, mussten jedoch mit der ersten Ecke auch gleich den Rückstand hinnehmen. Kevin Möhwald stand goldrichtig, nachdem Burchert einen Kopfball von Milos Veljkovic noch parieren konnte (12.). Dieser Treffer zeigte beim Kleeblatt ordentlich Wirkung. Der Zweitligist brachte nichts zustande und hatte eher Glück, dass Bremen nicht den zweiten Treffer nachlegte. So verpasste Joshua Sargent knapp (16.), Ludwig Augustinsson traf nur den Pfosten (18.).
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Der SVW wurde schnell seiner Favoritenrolle gerecht, ließ es in den folgenden Minuten allerdings ruhiger angehen, wodurch Fürth mehr Ballbesitz verzeichnen konnte, jedoch viel zu ungefährlich blieb. Von der starken Offensive war im ersten Durchgang nichts zu sehen. Da auch die Bremer nach der Anfangsoffensive nicht viel taten, bewegte sich das Achtelfinalduell auf einem überschaubaren Niveau.
Bremen hatte auch im zweiten Durchgang früh die große Chance auf den zweiten Treffer, doch Augustinsson vergab per Kopfball (51.). Im Anschluss wurde Fürth besser, Werder wackelte ein wenig. Zunächst vergab Anton Stach in aussichtsreicher Position (55.), dann hatte Sebastian Ernst die Riesenchance zum Ausgleich, doch der Mittelfeldmann schob den Ball aus kurzer Distanz neben den Kasten (60.).
Fürth entwickelte im weiteren Spielverlauf zu wenig Torgefahr. So kam es, wie es kommen musste. Werder machte mit einem der wenig gut herausgespielten Angriffe alles klar, der kurz zuvor eingewechselte Felix Agu traf per Knie zum 2:0 (73.). Erst, als die Spielvereinigung mit dem Rücken zur Wand stand und sich das Pokalaus andeutete, riskierten die Kleeblätter mehr. Jedoch sprang lediglich nur noch eine Chance heraus, Robin Kehr scheiterte an einem Weltklassereflex von Jiri Pavlenka (85.).
Wie schon in der vergangenen Saison ist der SV Werder Bremen auch in dieser Spielzeit im DFB-Pokalviertelfinale vertreten. Die Auslosung hierzu findet am Sonntag (7.2.) statt.

Die Stimmen zum Spiel

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war ein hochverdienter Sieg, eigentlich zu niedrig ausgefallen. Wir sind sehr konzentriert gewesen, haben viele Balleroberungen gehabt und viele Chancen herausgespielt. Das einzige Manko ist, dass wir mehr Tore hätten erzielen können."
Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Die ersten 25 Minuten waren wir nicht ganz so griffig in der Defensive. Gerade in der zweiten Hälfte haben wir schon auch versucht, das Kommando zu übernehmen. Die Art und Weise, wie die Jungs heute beim Bundesligisten aufgetreten sind, freut uns und macht uns Mut für die kommenden Aufgaben."
Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth): "Klar sind wir enttäuscht, dass wir rausgeflogen sind. Es war für mich natürlich ein besonderes Spiel, aufgrund dessen, dass ich früher hier lange gespielt habe, auch unter dem Coach (Florian Kohfeldt, Anm. d. Red.). Es ist ernüchternd, dass wir rausgeflogen sind, aber es war ein sehr besonderes Spiel."
Kevin Möhwald (Werder Bremen): "Pokalspiele sind immer Endspiele, egal in welcher Runde. Solche Spiele machen immer Spaß, da muss man da sein. Das haben wir in den letzten drei Jahren ganz gut geschafft. Jetzt sind wir froh, dass wir im Viertelfinale stehen und wollen natürlich so weit wie möglich kommen."

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Kevin Möhwald entdeckt allmählich das Toreschießen für sich. Bereits am Samstag war der Ex-Nürnberger gegen Schalke erfolgreich. Gegen Fürth stand er goldrichtig und staubte zum 1:0 ab.

Das fiel auf: Schlechte Bremer Chancenverwertung

Nach der frühen Führung sah sich Bremen schon auf der Siegerstraße. Doch eine äußerst mangelnde Chancenverwertung hielt Fürth lange Zeit im Spiel. Erst nach dem 2:0 durch Felix Agu kehrte etwas Ruhe ein. Jedoch dürfen sich die Werderaner auch bei Fürth bedanken. Das Kleeblatt vergab die wenigen Chancen ebenso kläglich.

Die Statistik: 0

Man mag es nicht für möglich halten, doch im Pokal steht die Null bei Werder Bremen. Dem 2:0 in Jena und 3:0 in Hannover folgte nun mit dem heutigen Sieg der dritte Zu-Null-Erfolg in Serie. Klar, die Anzahl der Gegentore ist bei einem Sieg im Pokal zweitrangig, doch Florian Kohfeldt wird es gerne zur Kenntnis nehmen.
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