Im Duell des Zweiten der 1. Bundesliga gegen den Zweiten der 2. Bundesliga erwischte der Erstligist aus Leipzig den besseren Start in die Partie und ging nach einem kapitalen Bochumer Abwehrschnitzer in Führung.
Der junge Armel Bella-Kotchap spielte am eigenen Strafraum einen folgenschweren Fehlpass in die Füße von Marcel Sabitzer. Der Österreicher chippte anschließend gefühlvoll in den Lauf des gestarteten Amadou Haidara, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz das frühe 1:0 für den Favoriten besorgte (10.).
Bochum zeigte sich zwar durchaus gewillt, offensive Akzente zu setzen, ließ bei seinen seltenen Ausflügen ins letzte Drittel der Leipziger aber die Genauigkeit vermissen. Stattdessen sorgte ein zweiter individueller Fehler der Gäste Sekunden vor dem Pausenpfiff für den zweiten Leipziger Treffer.
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Der für den gesperrten Stammkeeper Manuel Riemann ins VfL-Tor gerückte Patrick Drewes brachte den dynamischen Christopher Nkunku im Strafraum zu Fall, den unstrittigen Strafstoß verwandelte Sabitzer sicher zum 2:0 (45.+1).
Der zur Pause eingewechselte Hee-chan Hwang vergab Sekunden nach Wiederbeginn die große Chance aufs 3:0, als er nach einem Ausrutscher von Drewes den Bochumer-Keeper umkurvte und den Ball aus 15 Metern am leeren Tor vorbeisetzte (46.).
Besser machte 20 Minuten später Yussuf Poulsen, der auf Vorarbeit von Dani Olmo aus elf Metern mit einem platzierten Flachschuss den dritten Leipziger Treffer besorgte (66.).
Eine Viertelstunde vor Spielschluss schnürte Poulsen den Doppelpack: Nach einem Freistoß von Angeliño schraubte sich der Däne unwiderstehlich hoch und stellte per Kopf den 4:0-Endstand her (75.).

Die Stimmen:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Nach dem Seitenwechsel haben wir es dann besser gemacht und gerade mit der Einwechslung von Dani Olmo einen wichtigen Impuls gesetzt. Das Ergebnis fiel am Ende vielleicht einen Tick zu hoch aus. Wir sind einfach nur zufrieden mit dem Weiterkommen. Wir hatten in der ersten Halbzeit etwas Probleme in der Spieleröffnung, so kamen die Bochumer zu ein, zwei guten Chancen. Da war das Spiel noch relativ offen. Trotzdem sind wir mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gegangen."
Thomas Reis (Trainer VfL Bochum): "Wir waren leider im letzten Drittel zu harmlos. Meine Spieler haben einen guten Lernprozess gehabt, jetzt nehmen wir das gerne mit. Der Sieg für Leipzig geht voll in Ordnung."
Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Wir haben es in der ersten Halbzeit phasenweise ordentlich gemacht, insgesamt aber zu viel zugelassen. Nach der Pause haben wir das Spiel dann kontrolliert und dadurch letztendlich auch verdient gewonnen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Bochum chancenlos ohne Topscorer

Bochum trat zum Achtelfinalduell ohne seine beiden Topscorer Simon Zoller und Robert Zulj an, die in der 2. Bundesliga zusammen auf 22 Scorerpunkte kommen. Im Hinblick auf den eng getakteten Spielplan und Bochums mehr als intakte Aufstiegschancen gönnte VfL-Trainer Thomas Reis einigen Stammspielern eine Verschnaufpause. Diese Maßnahme machte sich fast über die kompletten 90 Minuten im Spiel der Bochumer bemerkbar, denen bei vorletzten und finalen Pass oftmals Ideen und Präzision fehlten.

Die Statistik: 0

RB Leipzig bleibt in dieser DFB-Pokal-Saison weiter ohne Gegentor. Nach dem 3:0 gegen den 1. FC Nürnberg und dem 3:0 gegen den FC Augsburg stand bei den Sachsen auch gegen Bochum hinten die Null.
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