Peter Bosz zeigte nach der Niederlage Größe. Essen habe "zu Recht gewonnen", befand Leverkusens Trainer nach dem bitteren 1:2 gegen den Viertligisten.
Dabei gab es durchaus strittige Szenen, vor allem beim Essener Treffer zum 2:1. Für Bosz war aber vor allem wichtig: "Wenn man dann 1:0 führt, dann darf man das mit dieser Erfahrung in der Mannschaft nie wieder abgeben. Rasen, Regen, Gegner - alles egal," ließ der 57-Jährige keine Entschuldigungen gelten.
Einen besonderen Pokalfight lieferte einmal mehr Holstein Kiel.
DFB-Pokal
Essen schafft die Sensation und schmeißt Leverkusen aus dem Pokal
02/02/2021 AM 20:04
Nachdem die Störche in der Runde zuvor bereits den FC Bayern München nach Elfmeterschießen in die Knie zwangen, wiederholten sie das Kunststück nun im Achtelfinale gegen den SV Darmstadt 98.
"Der Wahnsinn geht weiter! Wieder über die volle Distanz, wieder im Elfmeterschießen", brach es nach der Partie aus Kiels Routinier Fin Bartels heraus.

Die Stimmen zu Rot-Weiss Essen - Leverkusen 2:1 (0:0, 0:0) n.V.

Christian Neidhart (Trainer Rot-Weiss Essen): "Einfach Wahnsinn, was die Jungs geleistet haben. Wir haben defensiv gut verteidigt und in einigen Situationen sicherlich auch Glück gehabt und einen guten Torwart hinten drin. Ich bin echt mega stolz auf die Jungs, was sie geleistet haben. Das dürfen sie jetzt auch ein bisschen genießen."
Daniel Davari (Rot-Weiss Essen): "Was wir als Mannschaft hier geleistet haben, das ist unfassbar. Wir haben gegen Bayer Leverkusen gespielt, wenn du da 1:0 zurückliegst, dass wir da so zurückkommen, ich kann das gar nicht in Worte fassen. Ich freue mich so für die Mannschaft, für den Verein. Das ist unfassbar."
Simon Engelmann (Rot-Weiss Essen): "Man hofft natürlich als Stürmer immer, seinen Beitrag zu leisten. Aber als Regionalligist gegen Leverkusen ins Viertelfinale einzuziehen, ist einfach überragend."
Oğuzhan Kefkir (Rot-Weiss Essen): "Gerade bin ich ehrlich gesagt ein bisschen baff. Ich brauche auch ehrlich gesagt noch ein wenig, bis ich das realisiert habe. Wir haben versucht, so gut es geht, hinten alles so dicht wie möglich zu machen. Nach dem Gegentor haben wir dann alles nach vorne geworfen."
Lukas Hradecky (Bayer 04 Leverkusen): "Die Enttäuschung ist riesig. Wir hatten genug Chancen. Nach dem 1:0 hatten wir es selbst in der Hand, hätten das Spiel besser kontrollieren müssen. Dann bekommen wir zwei Gegentore. Das darf uns nicht passieren."
Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Gratulation an Christian und Rot-Weiss Essen. Sie haben zu Recht gewonnen heute Abend. Sie haben eine sehr gute Partie gespielt. Aber trotzdem bin ich sauer und enttäuscht, dass wir heute Abend nicht gewonnen haben. Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Die zweite Halbzeit war besser, da haben wir viele Torchancen gehabt. Und das ist momentan das Problem, wir schießen die Dinger nicht rein. Dann kommt die Verlängerung. Und wenn man dann 1:0 führt, dann darf man das mit dieser Erfahrung in der Mannschaft nie wieder abgeben. Rasen, Regen, Gegner – alles egal. Wir hätten dieses Spiel hier heute gewinnen müssen."

Die Stimmen zu Holstein Kiel - SV Darmstadt 8:7 n.E. (1:1, 1:1, 0:0)

Ahmet Arslan (Holstein Kiel): "Ich bin froh, dass die Reise weitergeht. Wir haben das als Team einfach verdient."
Jae-sung Lee (Holstein Kiel): "Ich freue mich sehr! Wir haben gewonnen!"
Fin Bartels (Holstein Kiel): "Der Wahnsinn geht weiter! Wieder über die volle Distanz, wieder im Elfmeterschießen. Wir hätten es in den 90 Minuten klar machen müssen und hätten uns nicht noch ein Gegentor einschenken lassen dürfen. So mussten wir in die Verlängerung, in der wieder alles offen ist – im Elfmeterschießen sowieso. Aber wir hatten das Glück wieder auf unserer Seite."

Die Stimmen zu Werder Bremen - SpVgg Greuther Fürth 2:0 (1:0)

Stefan Leitl (Trainer SpVgg Greuther Fürth): "Wir hatten schon unsere Momente, die haben wir leider nicht genutzt. Anton Stach und Sebastian Ernst hatten nach der Halbzeit gute Möglichkeiten den Ausgleich zu machen. Kompliment für die Leistung an meine Mannschaft, wir haben alles investiert."
Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth): "Klar sind wir enttäuscht, dass wir rausgeflogen sind. Es war für mich natürlich ein besonderes Spiel, aufgrund dessen, dass ich früher hier lange gespielt habe, auch unter dem Coach (Florian Kohfeldt, Anm. d. Red.). Es ist ernüchternd, dass wir rausgeflogen sind, aber es war ein sehr besonderes Spiel."
Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Unsere Torchancen waren gut, das Verwerten der Chancen nicht. Gerade die ersten 25 Minuten waren top. In der zweiten Halbzeit hatten wir kurz eine Phase, wo wir ein bis zwei Sachen zugelassen haben, das darf uns so nicht passieren. Dennoch ein hochverdienter Sieg für uns, der auch schon viel früher hätte unter Dach und Fach sein müssen. Insgesamt sehr schade für Fürth, dass sie Verletzungsprobleme in der Innenverteidigung hatten."
Kevin Möhwald (Werder Bremen): "Pokalspiele sind immer Endspiele, egal in welcher Runde. Solche Spiele machen immer Spaß, da muss man da sein. Das haben wir in den letzten drei Jahren ganz gut geschafft. Jetzt sind wir froh, dass wir im Viertelfinale stehen und wollen natürlich so weit wie möglich kommen."

Die Stimme zu Dortmund - Paderborn 3:2 n.V. (2:0, 2:2)

Thomas Delaney (Borussia Dortmund): "Wir kamen richtig gut raus und schnell zwei Tore gemacht. Dann wurde es ein Pokalspiel, wo alles passieren kann. Ich hoffe, dass es wenigstens für die Zuschauer zu Hause ein geiles Spiel war. Für uns war es hart."
Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wir haben wieder die ersten 20 Minuten ein bisschen verschlafen, das müssen wir besser verteidigen. Wir sind wieder aufgestanden und haben uns das Unentschieden verdient. Der Schiedsrichter hat das Siegtor erklärt. Er hatte die Wahrnehmung, dass der Ball von unserem Spieler gespielt wurde. Ich hätte zumindest erwartet, dass er sich das noch einmal anguckt. Ich sehe da keine Veränderung des Balles, das ist eine absolute Frechheit. So ein Spiel so abzugeben, daraus eine Berührung des Balles zu machen, ist frech. Langsam wird's lächerlich. Nicht rauszugehen, um sich das anzugucken, das ärgert mich. Da machen wir uns zum Affen. "
Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Ich habe die Szene zum 3:2 noch nicht am Fernseher gesehen. Von der Seitenlinie aus ging es darum, ob es beim Pass auf Erling Haaland einen leichten Ballkontakt gegeben hatte. Das dauerte ewig und ging hin und her. Zehn Sekunden lang hieß es Abseits, dann wieder doch nicht. Es fällt mir aber schwer, da jetzt schon eine genaue Meinung zu haben."
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