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Gesundheitliche Gründe: Maradona verlässt mexikanischen Klub Dorados

Gesundheitliche Gründe: Maradona verlässt mexikanischen Klub Dorados
Von Eurosport

14/06/2019 um 12:27

Diego Maradona ist aus gesundheitlichen Gründen als Trainer des mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa zurückgetreten. Dies teilte sein Rechtsanwalt Matias Morla mit. Maradona, der im Mai mit Dorados den Aufstieg in die erste Liga verpasst hatte, werde sich auf Anraten seiner Ärzte zunächst um seine Gesundheit kümmern und sich mehreren Operationen unterziehen.

Die "Hand Gottes" hat Knie. Und Schulter. Diego Maradona, einst der begnadetste Fußballspieler auf diesem Planeten, muss sich "intensiv mit seiner Gesundheit befassen", wie sein Anwalt Matias Morla berichtete.

Zwei Operationen sind unumgänglich - und damit auch das Ende seiner Trainertätigkeit beim mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa. Und wieder einmal konnte die argentinische Ikone nicht beweisen, dass auch sie am Spielfeldrand ein Gigant ist.

Dorados weint Maradona hinterher

Bei Dorados de Sinaloa weinen sie dem schillernden Star dennoch viele Tränen hinterher, denn keiner hätte den Klub an der Westküste Mexikos stärker in die Schlagzeilen rücken können als Diego Armando Maradona Franco.

"Diego! Die Türen stehen Dir bei Dorados immer offen. Deine Gesundheit kommt an erster Stelle, Dein Zuhause ist hier und bleibt hier", schrieb Klubpräsident Antonio Nunez auf Twitter. Der Verein veröffentliche zudem ein dreieinhalbminütiges Video von Maradona als Dorados-Coach, untermalt mit reichlich pathetischer Musik.

Als Trainer mehr als nur Maradona?

Zu sehen ist ein übergewichtiger Weltstar, wie er sich über den Trainingsplatz schleppt. Wie er an der Seitenlinie scheinbar sinnfrei mit den Armen fuchtelt. Wie er im Training mit seinem berühmten linken Zauberfuß den Ball ins Tor zirkelt. Nur an der Taktiktafel sieht man ihn nicht, auch Hütchen stellt er keine auf.

Wie schon in seinen Stationen zuvor in den Vereinten Arabischen Emiraten und bei der Nationalmannschaft Argentiniens blieb der Weltmeister von 1986 den Beweis schuldig, dass ihn mehr zu einer Trainerkarriere befähigt als die Tatsache, Diego Maradona zu sein.

Maradona bringt sich bei Manchester United ins Spiel

Er selbst sieht das freilich anders, erst vor wenigen Tagen brachte er sich bei einem englischen Topklub ins Spiel. "Wenn Manchester United einen Trainer braucht, bin ich der Mann!", sagte der 58-Jährige im Interview mit dem Magazin "FourFourTwo".

Mit Dorados verpasste Maradona im Mai den Aufstieg in die höchste mexikanische Liga, doch die Verantwortlichen sind mit seiner Bilanz mehr als zufrieden. "Zusammen haben wir die Welt überrascht", twitterte der Klub: "Wir haben gezeigt, dass es im Fußball um Leidenschaft und Herz geht."

Abschied angedeutet

Im Profifußball geht es aber auch um körperliche Gesundheit, und um die scheint es bei Maradona nicht mehr sonderlich gut bestellt zu sein. Anfang des Jahres fiel er wegen Magenblutungen aus. "Es ist nichts. Ich ging mit 58 in die Klinik und kam mit 50 wieder heraus", witzelte Maradona hinterher. Doch der über viele Jahre ausschweifende Lebensstil der Fußballikone scheint seinen Tribut einzufordern.

"El Pibe de Oro", der Goldjunge, hatte seinen Abschied bei Dorados aus einem anderen Grund bereits vor Wochen angedeutet. Angeblich würden wegen ihm die Schiedsrichter sein Team absichtlich benachteiligen, unkte Maradona: "Die schuldige Person spielt nicht auf dem Feld, sondern sitzt auf der Bank. Und die bin ich."

Die Trainerbank hat Maradona nun verlassen, zumindest bis es ihm wieder besser geht. Dann wird ein neues hochdotiertes Angebot kommen, vielleicht von Dorados, vielleicht von woanders auf der Welt. Von Manchester United wird es aber ganz sicher nicht kommen.

(SID)

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