Wie fällt Ihr Fazit zur 0:1-Niederlage in Dublin aus?
André Schürrle: Auf jeden Fall enttäuschend. Wir wollten unbedingt das EM-Ticket lösen. Ich glaube auch, dass wir lange Zeit alles unter Kontrolle hatten. Die Iren standen tief hinten drin und habe auf lange Bälle gewartet. Da ist einer durchgerutscht. Aber trotzdem müssen wir schon vorher ein, zwei Tore machen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Was war der Grund, warum die Offensive nicht funktioniert hat?
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Schürrle: Wir hatten zwar keine zehn oder fünfzehn Chancen, aber dennoch hatten wir zwei, drei gute Möglichkeiten. Auch ich hatte diese, aber es fehlten die letzten paar Prozente, damit der Ball reingeht. Dann bekommen wir so ein blödes Gegentor und somit ist dieses Resultat zustande gekommen.
Hat Ihre Mannschaft den Ball ins Tor tragen wollen?
Schürrle: Ich glaube, es war einfach schwer, aus der zweiten Reihe zu schießen Weil die Iren mit einer Sechserkette und einer Dreierkette davor verteidigt haben. Wir haben wenige Lücken in der Mitte gefunden. Wir haben es zwar über außen versucht, sind aber kaum zum Flanken gekommen. Trotzdem hatten wir unsere Torchancen und müssen die früher machen.
Wie haben Sie Ihre Leistung gesehen, nachdem Sie zuletzt in Wolfsburg in der Kritik standen?
Schürrle: Ich denke, meine Leistung war ganz in Ordnung. Ich wollte über links in die Mitte gehen und die Torchancen bekommen. Die eine hatte ich auf dem Fuß, habe diese aber leider vergeben. Jetzt müssen wir wieder nach vorne schauen und in Leipzig das EM-Ticket holen.
Haben Sie das Spiel gegen Irland zu sehr auf die leichte Schulter genommen?
Schürrle: Nein, wenn man gesehen hat, wie wir ab der ersten Minute das Spiel dominiert haben. Wir hatten viel Ballbesitz und haben bis zum Strafraum gut gespielt. Letztendlich haben wir die letzte Konsequenz vermissen lassen. Wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft. Deshalb glaube ich, dass wir einfach wieder den Kopf hochnehmen müssen. Wir haben alles in der Hand und können am Sonntag gegen Georgien die EM-Qualifikation erreichen.
Vor drei Jahren gewann Deutschland in Dublin 6:1. Wie tief sitzt die Enttäuschung?
Schürrle: Die Enttäuschung sitzt bei allen tief. Die Stimmung in der Kabine war nicht gerade ausgelassen. Die Iren haben genau ihr Spiel durchgezogen. Und wenn es lange 0:0 steht, kann so eine Niederlage zustande kommen. Dann kommt das Publikum, dann kommt der Gegner. Nach dem 0:1 war es auch schwierig, denn Irland hat alles nach hinten geworfen. Jetzt müssen wir einfach weiter nach vorne schauen.
Mit einem Punkt gegen Georgien kann Deutschland das WM-Ticket perfekt machen. Werden Sie in Leipzig ein Feuerwerk entzünden?
Schürrle; Natürlich wollen wir den Zuschauern etwas bieten. Wir spielen zu Hause und wollen drei Punkte holen. Das ist klar. Nichts anderes zählt.
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