Getty Images

Bei erneutem Rassismus-Vorfall: Englands Spieler planen Boykott

Bei erneutem Rassismus-Vorfall: Englands Spieler planen Boykott
Von Eurosport

09/10/2019 um 13:03Aktualisiert 09/10/2019 um 14:23

Die englische Nationalmannschaft will im Fall rassistischer Beleidigungen beim anstehenden EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien geschlossen den Platz verlassen. Das sagte Offensivspieler Tammy Abraham im Gespräch mit den Medien. Die Begegnung steht im Blickpunkt, weil bulgarische Anhänger in den Spielen gegen Tschechien und den Kosovo durch rassistische Entgleisungen auffällig geworden waren.

Mannschaftskapitän Harry Kane habe das Boykott-Thema im Rahmen einer Teamsitzung am vergangenen Montag angestoßen. Auch Nationaltrainer Gareth Southgate stand dem Plan demnach offen gegenüber - obwohl ein solches Vorgehen den UEFA-Regularien widerspricht.

Diese sehen bei rassistischen Vorfällen einen dreistufigen Plan vor: Zunächst soll der Schiedsrichter eine Durchsage über die Stadionlautsprecher veranlassen. Als nächstes wäre eine Spielunterbrechung vorgesehen, erst in einem dritten Schritt soll ein möglicher Spielabbruch erfolgen.

Darauf wolle das Team im Ernstfall aber keine Rücksicht nehmen, sagte Abraham: "Wir würden dann dem englischen Verband oder wem auch immer überlassen, was danach passiert, wie das Spiel gewertet wird. In dem Moment würde es nur darum gehen, der Welt zu zeigen, dass wir eine Mannschaft sind und dass wir nicht für dumme Beleidigungen stehen."

(SID)

Video - Nach Top-Start bei Bayern: Pavard trifft selbstbewusste Aussagen

00:25
0
0