Joachim Löw schläft noch gut. "Ich wache nachts nicht auf und denke an die Europameisterschaft", sagte der Bundestrainer vor dem Abschluss der EM-Qualifikation am Dienstagabend in Frankfurt/Main gegen Nordirland. Über das Turnier in sieben Monaten mache er sich aktuell "noch nicht so viele Gedanken."

DFB konzentriert sich auf Vorbereitungsspiele

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Beim DFB laufen die Planungen für die paneuropäische EM (12. Juni bis 12. Juli) allerdings schon auf Hochtouren. Um Löws Forderung nach den "stärksten Gegnern, die man bekommen kann" zu erfüllen, steht im März ein Länderspiel beim ehemaligen Welt- und Europameister Spanien auf dem Programm. Der zweite Gegner wird noch gesucht, der WM-Dritte Belgien ist ein heißer Kandidat.

Für Löw ist der Lehrgang im März von enormer Bedeutung. "Da kann man sich ein gutes Gefühl holen", sagte Mittelfeldstratege Toni Kroos. Es sind die letzten beiden Spiele vor der Nominierung seines erweiterten EM-Kaders im Mai. "Ich weiß noch nicht, was nächstes Jahr sein wird und welche Form die Spieler mitbringen", sagte Löw und hielt sich bei seinen Personalplanungen bedeckt: "Jetzt zu sagen, wer im März im Kader ist, ist schwierig." Aber:

Wir werden alles auf die Spiele im März und die Vorbereitung fokussieren.

Besonders die zuletzt verletzten Spieler bereiten dem 59-Jährigen Kopfzerbrechen. Daher hält Löw den Ball mit Blick auf das Turnier flach. "Aktuell", betonte der Weltmeistercoach von 2014, "gehören wir nicht zum Favoritenkreis." England, Spanien, Frankreich, Italien und die Niederlande seien in ihrer Entwicklung weiter. "Es ist aber nicht undenkbar, dass man das auch aufholen kann", sagte Löw. Zu hohe Erwartungen würden seiner sich im Umbruch befindenden Mannschaft aber nicht helfen.

Trainingslager in Österreich

Nach der Auslosung am 30. November in Bukarest weiß Löw immerhin, gegen welche Gegner es bei der Wiedergutmachung für das WM-Debakel in der Vorrunde geht. Dementsprechend kann er in seinen Planungen den nächsten Schritt machen.

Den Feinschliff will sich der dreimalige Europameister dann ab Ende Mai im österreichischen Seefeld holen. "Das Trainingslager ist ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier. Da gilt es, sich einzuspielen, Automatismen zu festigen, aber sich auch jenseits des Platzes zu verstehen", sagte Löw. Die Voraussetzungen in Seefeld hätten ihn "absolut überzeugt."

Ein Länderspiel in Basel gegen die Schweiz ist in dieser Zeit geplant. "Wir brauchen jede Minute, um uns einzuspielen. Die Arbeit direkt vor dem Turnier ist wichtig", sagte Kroos. Ein Gegner für die EM-Generalprobe wird daher noch gesucht. Bis dahin wird Löw aber noch einige ruhige Nächste verbringen.

(SID)

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