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Torhüter-(Wett-)Streit: Ter Stegen gibt sich kämpferisch

Torhüter-(Wett-)Streit: Ter Stegen gibt sich kämpferisch
Von Eurosport

10/10/2019 um 14:39Aktualisiert 10/10/2019 um 14:42

Nachdem Manuel Neuer von Nationaltrainer Joachim Löw als Nummer eins im DFB-Tor gestärkt wurde, durfte Herausforderer Marc-Andre ter Stegen im Testspiel gegen Argentinien zwischen den Pfosten stehen. Auch wenn den Barça-Keeper keine Schuld an den zwei Gegentoren traf, konnte der 27-Jährige kein Ausrufezeichen in der Torhüterdebatte setzen. Trotzdem gibt sich der Ex-Gladbacher kämpferisch.

Ein professioneller Handshake mit seinem Rivalen Manuel Neuer, ein kurzer Dank ans Publikum - dann verließ Marc-Andre ter Stegen die große Bühne. Nach seiner nachdrücklich geforderten Bewährungschance in der deutschen Nationalmannschaft standen andere im Rampenlicht. Die Nummer eins des FC Barcelona traf an den Gegentoren beim 2:2 (2:0) gegen Argentinien zwar keine Schuld, im Duell mit Platzhirsch Neuer um die Nummer eins konnte er aber nicht punkten.

Dessen war sich auch der Herausforderer nach seinem 23. Länderspiel (24 Gegentore) bewusst. "Für mich war es wichtig, die 90 Minuten zu spielen. Wenn du nicht spielst, kannst du dich nicht zeigen", sagte ter Stegen. Viel zeigen konnte der ehemalige Gladbacher auch in Dortmund nicht.

Wenig Szenen um zu glänzen

Nur wenige Schüsse gaben die Argentinier auf sein Tor ab. In der ersten Halbzeit hatte ter Stegen bei einem Pfostentreffer noch Glück. Beim Kopfball des Leverkuseners Lucas Alario war er dann ebenso chancenlos wie beim abgefälschten Ausgleichstor von Lucas Ocampos.

Ter Stegen weiterhin kämpferisch

"Ich will immer weitermachen und arbeiten", sagte der 27-Jährige, der zumindest sein großes fußballerisches Talent im Signal Iduna Park in einigen Situationen unter Beweis stellte. "Er hat sehr gut hinten rausgespielt", lobte Löw. Doch Eigenwerbung konnte ter Stegen in der für ihn undankbaren Begegnung nicht betreiben.

Mit dem sechs Jahre älteren Neuer wird er auch künftig professionell und im Sinne der Mannschaft zusammenarbeiten. Das hat er schon vor dem Spiel gegen Argentinien deutlich gemacht. "Es gibt keine Diskussion, keinen Streit", betonte ter Stegen. Löw hat sich auf Neuer als Nummer eins bei der EM (12. Juni bis 12. Juli) festgelegt - "wenn nichts Außergewöhnliches passiert". Ter Stegen wird dennoch sein "persönliches Ziel" verfolgen und

" alles dafür geben, die Nummer eins zu sein."

Zunächst wird er sich aber mit der einen oder anderen weiteren Bewährungschance im DFB-Trikot begnügen müssen - und darauf hoffen, dass er danach stärker im Rampenlicht steht als in Dortmund.

(SID)

Video - "Sehr gute Pässe gespielt": ter Stegen bekommt Lob für Startelfauftritt

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