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Das Warten hat ein Ende: Ajax feiert 34. niederländische Meisterschaft

Das Warten hat ein Ende: Ajax feiert 34. niederländische Meisterschaft

15/05/2019 um 21:20Aktualisiert 15/05/2019 um 22:27

Das Warten auf den 34. Meistertitel in der Eredivisie hat ein Ende. Ajax Amsterdam hat sich am letzten Spieltag mit einem 4:1 (2:1) bei De Graafschap zum niederländischen Meister gekrönt. Lasse Schöne per Freistoß (37.), Nicolas Tagliafico (44.) und Dusan Tadic (67., 87.) trafen für den Champions-League-Halbfinalisten. Youssef El Jebli hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich (40.) erzielt.

Ajax hätte von der PSV Eindhoven ohnehin nur noch theoretisch eingeholt werden können. Die PSV gewann parallel 3:1 gegen Heracles Almelo und ist am Ende mit drei Zählern Rückstand auf Amsterdam Vizemeister.

Für Ajax und Trainer Erik ten Hag war es womöglich das letzte Spiel einer großen Mannschaft. Der Wechsel von Frenkie de Jong zum FC Barcelona ist bereits fix, weitere Starspieler wie Matthijs de Ligt oder Hakim Ziyech könnten den Verein ebenfalls verlassen.

So lief das Spiel:

Natürlich war es nur noch ein Schaulaufen von Ajax, denn der Meistertitel war dem Team bei drei Punkten Vorsprung und einem deutlich besseren Torverhältnis nur noch theoretisch zu nehmen. Das machte sich dann auch auf dem Spielfeld bemerkbar. Aber auf Gegner De Graafschap Doetinchem spielte mit und verzichtete wie Ajax weitestgehend auf konsequentes Fußballspielen.

Vor allem in der ersten Halbzeit passierte deswegen gar nichts. Amsterdam hatte zwar die ein oder andere Möglichkeit, einen zwingenden Abschluss gab es allerdings nicht. Erst ein direkt verwandelter Freistoß von Schöne aus 23 Metern brachte etwas Stimmung auf den Platz. Nämlich soviel, dass sich auch De Graafschap dazu veranlasst sah, in die Offensive zu gehen. Die einzige sehenswerte Kombination im Spiel verwandelte El Jebli dann kurz nach der Führung zum Ausgleich. Der hatte jedoch nicht lange Bestand, denn kurz vor der Pause tankte sich Hakim Ziyech einmal mit Tempo bis zur Grundlinie und legte kurz vor dem Tor quer zu Tagliafico, der nur noch einschieben musste.

Nach der Pause stellten beide Teams die Abwehrarbeit nahezu komplett ein. Gerade Ajax verzichte auf Zweikämpfe, doch der Gastgeber, der sich nicht mehr von den Abstiegsrelegationsplätzen wegbewegen konnte, hatte seinerseits nur wenig Interesse am Toreschießen. Also musste der neue Meister noch ran. Tadic, der noch am ehesten an sein Leistungsniveau ausschöpfte, machte zunächst per Elfmeter und dann noch mit einem Solo einen Doppelpack perfekt, ehe Ajax die Meisterschale in die Höhe strecken durfte.

Das fiel auf: Mit halber Kraft

Wer will es Ajax auch verübeln. Dass die Mannschaft nicht mehr mit voller Konzentration auf dem Platz war, war in zahlreichen Situationen zu sehen. Mathijs de Ligt war mehr vorne zu finden als in der Nähe des eigenen Strafraums. Und wenn er mal hinten war, dann mit einem kleinen oder größeren Bock. Die Laufbereitschaft im Team hielt sich ebenfalls in Grenzen. Aber es war das letzte Spiel der Saison, der Titel nur noch Formsache.

Der Tweet des Spiels:

Große Sache: Im Moment des großen Triumphs denkt Ajax zunächst an seine ehemalige Nummer 34, Abdelhak Nouri, der 2017 in einem Testspiel gegen Werder Bremen einen Herzinfarkt erlitt und nach schweren Hirnschäden seine noch sehr junge Karriere beenden musste.

Die Statistik: 24 von 25

Dusan Tadic ist ein echter Elfmeterspezialist. 24 seiner letzten 25 Anläufe vom Punkt in der Eredivisie hat er verwandeln können - so wie heute in der 67. Spielminute.

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