Aus dem deutschen EM-Quartier berichtet Dirk Adam

Aufgabe des Tages:

Joachim Löw musste einen Tag nach der schweren Verletzung von Antonio Rüdiger verkünden, welchen Spieler er für die EM nachnominiert. Bei der Pressekonferenz in Evian fackelte der Bundestrainer nicht lange. Ein kurzer Schluck aus dem Kaffeebecher und raus damit.
EM 2016
Löw geht mit Tah auf Nummer sicher: Eine gute Entscheidung?
UPDATE 08/06/2016 UM 13:39 UHR
Jonathan Tah soll es richten, so die klaren Worte von Löw - nachdem am Vormittag bereits der Name des Leverkuseners durchgesickert war. Tah war gerade dabei seinen Koffer für den USA-Urlaub zu packen, als der Anruf von Löw kam. OK, es gibt sicherlich schlimmere Nachrichten.

Szene des Tages:

Zwei Tage Baby-Urlaub hatte Lukas Podolski vom Bundestrainer erhalten. Nach der Geburt von Töchterchen Maja reiste "Prinz Poldi" erst am Mittwoch nach Evian. Am späten Nachmittag landete er am Flughafen in Genf und traf 18:32 Uhr im edlen Vier-Sterne-Hotel Ermitage ein.
Der 23-Mann-Kader ist komplett, sobald auch Nachrücker Tah zur Mannschaft stößt. Für Podolski ist es bereits das siebte große Turnier - genau wie für Kumpel Bastian Schweinsteiger, der bereits sehnsüchtig auf den gebürtigen Kölner wartete. Dieser kam in einem schwarzen Mercedes-Van.

Sidekick des Tages

Regen, Regen, Regen. Immer wieder goss es wie aus Eimern. Während sich die Sonne am ersten Tag wenigstens ab und zu blicken ließ, sieht die Prognose für die kommenden Tage nicht allzu prickelnd aus. Für die komplette nächste Woche ist - natürlich - Regen angesagt.
Damit haben einige Spieler kein Problem, die bei der WM in Brasilien dabei waren. Im Campo Bahia wurden die DFB-Kicker öfter von heftigen Schauern überrascht. Wie Mario Götze, der auf dem Rückweg vom Stade Camille Fournier mit dem Fahrrad durch die Pfützen musste.

Mario Götze auf dem Fahrrad in Evian

Fotocredit: Eurosport

Zitat des Tages:

DFB-Präsident Reinhard Grindel packte in Evian die nackten Zahlen auf den Tisch. Die Reise zu einem EM-Spiel inklusive Anflug und Hotel kostet den Deutschen Fußball-Bund mittlerweile fast soviel wie die komplette Unterkunft am Genfer See - die Kosten für die gesamten Sicherheitsvorkehrungen (800.000 Euro) nicht eingerechnet.
Daraufhin reagierte Bundestrainer Löw mit einem verschmitzten Lächeln:
Finanziell würden wir wahrscheinlich besser dastehen, wenn wir in der Vorrunde ausscheiden.

Tweet des Tages:

Während sich die Nationalmannschaft in Evian auf das erste Gruppenspiel gegen die Ukraine vorbereitet, präsentierte der CDU-Abgeordnete Sven Petke im Landtag von Brandenburg sein neues Boateng-Trikot.
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