Wenn die UEFA am Freitag endgültig über Münchens EM-Schicksal entscheidet, richten sich die Blicke vor allem auf "Strippenzieher" Karl-Heinz Rummenigge. Auf dem Bayern-Boss und seinen diplomatischen Fähigkeiten ruhen vor dem Showdown längst die Hoffnungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Schließlich mauserte sich Rummenigge in diesen dramatischen Tagen im Super-League-Streit zum wohl wichtigsten Vertrauensmann des UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin.
Durch den Einzug ins Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) könnte der Vorstandschef von Bayern München genau zum richtigen Zeitpunkt entscheidend Einfluss nehmen bzw. hat dies bereits erfolgreich getan.
Bundesliga
Kimmich versteht Alaba-Wechsel: "Nicht ganz so schlecht"
22/04/2021 AM 12:04
Laut eines Medienberichts bleibt die bayrische Hauptstadt nämlich Spielort bei der in den Sommer verlegten Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli).

Medien: München bleibt Spielort - muss aber auf Viertelfinale verzichten

Auch Zuschauer sollen die EM-Partien besuchen dürfen, allerdings soll das geplante Viertelfinale möglicherweise an eine andere Stadt vergeben werden. Das berichtete die "Sportschau" am Donnerstagabend.
München hatte bislang nicht die von Ceferin geforderte Zusage für EM-Spiele vor Zuschauern geben können. Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA vertagte zuletzt eine Entscheidung zu den fraglichen EM-Standorten auf Freitag. Dann steht ab 10:00 Uhr eine Videokonferenz an.
Laut des "Sportschau"-Berichtes sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft wie geplant in der Münchener Arena ausgetragen werden, nicht aber das für den 2. Juli angesetzte Viertelfinale, "weil deutlich weniger Fans zugelassen sein werden als in anderen Ländern Europas", hieß es.

UEFA verbannt Bilbao

In München hatte man sich vor dem großen Finale durchaus Sorgen gemacht. Dass Ceferin, der immer wieder auf Fans in den Arenen pocht, knallhart mit den Wackelkandidaten umgeht, zeigt sich nun wohl am Beispiel Bilbao - die Basken sollen ungewollt verbannt worden sein.
Die UEFA habe dies "einseitig" und gegen den Willen der Spanier entschieden, teilte die Regionalregierung mit. Nach "SID"-Informationen könnte Sevilla einspringen. Die UEFA äußerte sich zunächst nicht.
Auch die Iren blicken äußerst skeptisch auf den Tag der Entscheidung, schließlich wollte Dublin wie Bilbao und auch München die geforderte Zuschauergarantie nicht geben.

Super League: Aleksander Ceferin begrüßt Rückkehrer

Fotocredit: SID

München: Oberbürgermeister glaubt an "positiv Entscheidung"

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) glaubt "noch immer an eine positive Entscheidung" für die bayerische Landeshauptstadt. Die deutschen EM-Macher mühen sich, die UEFA zu überzeugen, demonstrieren bei jeder Gelegenheit ihren guten Willen für Spiele mit Fans - ohne Garantien.
Es sei "nicht mehr unvorstellbar, Zuschauer reinzulassen, die geimpft oder negativ getestet sind", sagte beispielsweise Bayerns Innenminister Joachim Herrmann jüngst.
Auch DFB-Präsident Fritz Keller, der beim Kongress in Montreux noch einmal Einfluss genommen haben dürfte, betonte, "so wie die Politik das mit den Impfungen verspricht, müsste das (Spiele mit Zuschauern) möglich sein".
Bis zur ersten Frist am 7. April hatte der DFB drei verschiedene Szenarien für Partien mit Fans eingereicht. In München sollen die Heimspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale ausgetragen werden.
Das könnte Dich auch interessieren: Kimmich über möglichen Alaba-Wechsel: "Nicht ganz so schlecht"
(SID)

Pérez gibt nicht auf: "Super League ist im Standby-Modus"

Bundesliga
Lewandowski bereit für "ewigen" Müller-Rekord
22/04/2021 AM 10:56
Bundesliga
Alle Klubs in Isolation: Quarantäne-Trainingslager soll Saison retten
22/04/2021 AM 09:25