Kroos feierte in seiner Karriere bislang viele Erfolge, unter anderem wurde er 2014 mit Deutschland Weltmeister sowie Champions-League-Sieger mit dem FC Bayern und Real Madrid.
Nur der Europameistertitel fehlt dem Spieler von Real Madrid noch in seiner Sammlung. Am Freitagabend beginnt die paneuropäische Endrunde, dort hat der Mittelfeldspieler erneut die Chance, auch diese Trophäe zu holen.
Im Podcast äußerte sich Kroos zum fehlenden EM-Titel: "Wenn ich ein Turnier spiele, will ich es auch gewinnen. Das wird sich auch nie ändern. Aber es ist nicht so, dass, wenn in 20 Jahren in meiner Vita dieser Titel fehlt, ich mir überlegen muss, ob ich das psychisch hinbekomme."
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Der Mittelfeldspieler merkte aber an, dass es ihm dieses Jahr echt schwerfallen würde, zu sagen, was generell ein Erfolg für das DFB-Team wäre. Denn Deutschland trifft im ersten Spiel bereits auf den amtierenden Weltmeister Frankreich, anschließend auf Europameister Portugal.
"Wir spielen ein gefühltes Halbfinale zu Beginn und ein gefühltes Finale als zweites Gruppenspiel", erklärte Kroos, der dennoch die Gruppe als ausgeglichen sehe und sich selbstbewusst präsentierte: "Wir kennen unsere Qualitäten und sollten uns nicht kleiner machen, als wir sind. Natürlich sind die anderen gut, aber sie sind nur so gut wie wir sie lassen."

Kroos nimmt Bundestrainer Löw in Schutz

Kroos lobte auch Bundestrainer Joachim Löw, der nach der EURO sein Amt an Hans-Dieter Flick übergeben wird. Löw habe eine "Wahnsinnsentwicklung genommen", die Zeit habe ihn besser gemacht. Er erklärte: "Wenn ich Taktikbesprechungen von vor elf Jahren mit heute vergleiche, ist das Niveau nach oben gegangen."
Seiner Meinung nach haben die Leute im Ausland ohnehin ein viel besseres Bild von der deutschen Nationalmannschaft als in Deutschland.
"Dort steht der Name Jogi Löw dafür, dass Deutschland irgendwann angefangen hat, Fußball zu spielen. Als er hier durchs Dorf getrieben wurde, blieb im Ausland die Wahrnehmung, dass die Deutschen einen guten Fußball spielen, einen guten Trainer haben - auch wenn mal eine Niederlage dabei war oder ein nicht so gutes Turnier", so der 31-Jährige.

Kroos über die Kritik von Matthäus

Außerdem äußerte er sich im Podcast auch über die Kritik von Lothar Matthäus, der ihn nicht in der Startelf gesehen hatte. Kroos meinte lachend: "Bei allem, was ich vom Lothar gehört habe, sollte ich das vielleicht eher als gutes Zeichen werten."
Die Kritik hat ihn jedenfalls nicht wirklich getroffen, denn "am Ende ist es so, dass ich seit elf Jahren spiele und ich übrigens nicht derjenige bin, der sich aufstellt."
Der Weltmeister selbst ist dennoch von seinen Fähigkeiten überzeugt: "Ich weiß nach wie vor, was ich dieser Mannschaft geben kann."

Kroos verrät seine Zukunftspläne

Kroos absolvierte bereits 102 Länderspiele für die Nationalmannschaft, die EURO 2020 ist bereits das sechste Turnier für den Mittelfeldspieler. Es könnte möglicherweise aber auch sein Letztes im DFB-Trikot sein. Denn der 31-Jährige erzählte: "Eigentlich hätte ich ja 2014 aufhören müssen, denn ich habe meiner Frau immer gesagt: Wenn ich mal Weltmeister bin, höre ich auf. Aber da war ich erst 24 und konnte es keinem verkaufen."
Der dreifache Familienvater gab zu bedenken, dass es ein Irrtum sei, zu sagen, dass man mit 38 auch noch 50 Jahre mit der Familie habe, denn die Zeit würde man nicht wiederkriegen. Diesbezüglich mache er sich ständig Gedanken.
"Auch 2018 habe ich überlegt, ob es weitergeht. Genau so werde ich mir dieses Jahr Gedanken machen, wie es sich anfühlt. Dann werde ich eine Entscheidung treffen", kündigte Kroos an.
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