"Wir haben eine viel bessere Atmosphäre in der Mannschaft als es 2018 der Fall war. Man hat viel mehr das Gefühl, dass wirklich alle an einem Strang ziehen", sagte Mats Hummels und sieht im Turnier-Quartier in Herzogenaurach "definitiv Parallelen" zum legendären Campo Bahia beim WM-Triumph 2014 in Brasilien: "Der Vergleich hinkt nicht."
Die DFB-Auswahl startet am Dienstag (21:00 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de) in München gegen Weltmeister Frankreich in das Turnier. Weitere Gruppengegner sind Titelverteidiger Portugal und Ungarn.
Hummels will die Spiele mit dem "richtigen Maß an Selbstvertrauen" angehen. "Wenn wir so spielen, wie wir es können, werden wir die Gruppe mit Sicherheit bestehen. Und nicht nur knapp. Wir können auch als Sieger herausgehen", sagte der 32-Jährige.
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Hummels betonte allerdings, dass "die Nackenschläge der letzten drei Jahre ihre Spuren hinterlassen" hätten, die man "aber auch positiv" nehmen könne: "Es funktioniert nur mit 100 Prozent, mit absoluter Leidenschaft. Sonst reicht es auf diesem Niveau nicht. Das wissen wir."

Hummels: "Haben viele Jungs, die Bock haben zu führen"

Hummels war nach seiner Ausbootung im März 2019 von Löw für die EM ebenso wie Thomas Müller zurückgeholt worden. Seine Rolle will er aber nicht überinterpretieren. "Mein Redeanteil auf dem Platz ist deutlich weniger als in Dortmund, wo wir ein paar weniger Spieler haben, die das so angehen."
Im DFB-Team habe man hingegen "viele Jungs, die vorangehen und den Mund aufmachen. Hier haben wir viele Jungs, die Bock haben zu führen und Verantwortung zu übernehmen. Da kann ich mich ein bisschen zurücknehmen, was auch nicht schädlich ist, da es auch immer ein bisschen Energie kostet."

Löw verspricht den Fans vollen Einsatz: "Wir werden alles raushauen"

Löw will seine Abschiedsmission derweil auch für die Fans erfolgreich beenden. "Wir sind uns der Bedeutung bewusst, dass wir für unsere Nation alles abrufen werden, was in unserer Macht steht", sagte der Bundestrainer ebenfalls im Interview mit der "Sportschau". Seine Spieler würden "das Trikot mit Stolz tragen", versicherte Löw: "Wir werden alles raushauen, was wir brauchen, um gut zu sein."
Seine Spieler hätten "klare Ziele und Visionen". Sie würden wissen, dass "wir durch die Hölle gehen und leidensfähig sein müssen, wenn wir was erreichen wollen". Alle würden "vor Ehrgeiz sprühen, die Ansätze sind klasse".
Dabei nahm Löw ausdrücklich noch einmal seinen gesamten Kader in die Pflicht. "Die erste Elf entscheidet in den seltensten Fällen die Spiele. Sie müssen die Mannschaft in die Spur bringen, müssen Vorteile erarbeiten. Die Entscheider, die mitverantwortlich sind, über die Ziellinie zu kommen, sind häufig die Einwechselspieler", sagte der 61-Jährige. Daher müssten "alle für die Stunde X, für die Sekunde X bereit sein".
Zu Hummels' Feststellung, dass der Bundestrainer wieder eine "Schippe draufgelegt" habe, sagte Löw: "Die ist nicht völlig neu. Jeder Einzelne muss an die Grenze gehen, alle Ressourcen ausnutzen und das Maximale abrufen."
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(SID)

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