Gosens hat sich mit seiner grandiosen Leistung gegen Portugal endgültig in die Herzen der deutschen Fans geschossen. Er selbst äußerte sich zu seiner Gala: "Es war mein bisheriges Karrierehighlight. Ich durfte schon viele tolle Spiele machen, aber für Deutschland - gegen so einen starken Gegner, der kein Fallobst war - vor so einer geilen Kulisse, das war schon der perfekte Abend, der perfekte Tag. Mehr ging nicht. Das wird mir ewig in Erinnerung bleiben."
Jedoch war für das DFB-Team nach dem 0:2 im Londoner Wembley-Stadion im Achtelfinale gegen England Schluss. Verdaut hat Gosens die Enttäuschung noch nicht. "Es tut immer noch saumäßig weh. Der Stachel sitzt tief", so der 26-Jährige von Atalanta Bergamo. Dies werde auch noch ein paar Tage dauern, wenn nicht sogar Wochen. Man habe sich so viel mehr vorgenommen, deshalb sei es auch einfach unfassbar "bitter".
Nach der Pleite sei es in der Kabine anschließend "mucksmäuschenstill" gewesen. Der Linksverteidiger erzählte: "So eine Atmosphäre hatte ich in der Form auch noch nie."
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Nach dem Abpfiff habe "keiner einen Ton gesagt, jeder war in seiner eigenen Gedankenwelt und hat sich wahrscheinlich die Frage gestellt, wie können wir jetzt hier gerade ausscheiden?" Nach 20 bis 25 Minuten seien die ersten aufgestanden und hätten sich gegenseitig abgeklatscht, so Gosens.
Der 26-Jährige machte die Rückstände in jedem Turnierspiel und die fehlende defensive Stabilität für das Achtelfinal-Aus verantwortlich. "Ich glaube der größte Punkt, warum es dann schiefgegangen ist, war, dass wir in jedem Spiel immer zurückgelegen haben. Wir mussten uns immer zurückkämpfen, das geht vielleicht ein- oder zweimal gut, aber nicht auf Dauer", sagte Gosens.

Gosens: "Ich habe Löw alles zu verdanken"

Er betonte zudem, dass man "bei jedem Angriff Angst haben musste, dass ein Gegentor fällt". Dann mache man "gewisse Sachen einfach nicht gut, dann passen gewisse Sachen nicht”.
Auch er sei nach dem Ausscheiden sehr enttäuscht gewesen: "Ich habe nicht geheult, aber ich habe auf jeden Fall mit dem Tränen gekämpft", meinte der Verteidiger. Trotzdem wird Gosens die EM positiv in Erinnerung behalten.
"Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, dass ich mein Land bei so einem großen Turnier vertreten durfte", lautete sein Fazit und er fügte hinzu: "Ich selbst hätte mir natürlich auch für Joachim Löw einen schöneren Abschied gewünscht. Ich habe dem Mann alles zu verdanken. Er hat es mir ermöglicht, Nationalspieler zu werden."
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(mit SID)

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