Malik Tillman sprühte vor Tatendrang. Was das U21-Team nach dem überzeugenden 5:1 (2:1) über Ungarn noch so geplant habe für den Abend, lautete eine Reporterfrage. Tillman erwiderte kichernd: "Das weiß ich nicht, aber ich hoffe, es geht irgendetwas." Dem Offensivfeuerwerk am Abend in Szeged sollte nach dem Geschmack des 19-Jährigen auch eine aufregende Nacht in der bunten Studentenstadt folgen.
Der neue Chef intervenierte jedoch prompt. "Wir werden gleich schön zusammen abendessen", sagte Nationaltrainer Antonio Di Salvo gelassen: "Ich werde mir nichts Großartiges einfallen lassen, aber als Torschütze in diesem wie auch im vorherigen Spiel kommt vielleicht was von Malik."
Zwei Tore in zwei U21-Einsätzen sind Di Salvo offenbar noch nicht genug vom hochveranlagten Angreifer des FC Bayern. Seinem Sturmkollegen Kevin Schade vom SC Freiburg, der auch erstmals für die großen Junioren wirbelte, gelang sogar ein Doppelpack gegen Ungarn, fünf Tage zuvor hatte er mit seinem späten Ausgleich den wilden 3:2-Sieg gegen Israel ermöglicht.
Bundesliga
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Die "neue" U21 steht wie schon unter dem Vorgänger Stefan Kuntz für Sturm und Drang. Statt abwartendem Ballbesitzfußball sind "Herz zeigen, Teamgeist und Spaß" als maßgebende Prinzipien ausgerufen, das betont der frühere Bundesligastürmer Di Salvo immer wieder. Die Bilanz nach zwei Siegen in zwei Partien: Ein Drama gegen Israel, eine Gala in Ungarn, insgesamt 8:3 Tore.

Kleine Baustellen und großes Potential

Die Angriffsreihe um Kapitän Jonathan Burkardt, die dieses Mal ohne das verletzte Juwel Youssoufa Moukoko auskommen musste, scheint auf Anhieb zu harmonieren und weckt Hoffnungen auf weitere spektakuläre Abende, die unter Kuntz binnen fünf Jahren zu zwei EM-Titeln und einer weiteren Finalteilnahme führten. Doch der Vollgas-Ansatz, den auch Di Salvo vorlebt, birgt selbstverständlich Gefahren.
In beiden Spielen kassierte die DFB-Elf jeweils einen Treffer nach Umschaltmomenten des Gegners, dabei wurde die Hintermannschaft durch einen Steilpass komplett ausgehebelt. Außerdem schafft es die neuformierte Mannschaft noch nicht, das Spiel über 90 Minuten zu dominieren. "Mich ärgert ein wenig, dass wir uns in einer Phase, in der wir das Spiel beherrscht haben, der Spielgeschwindigkeit der Ungarn angepasst haben", erklärte Di Salvo.
Der nächste Entwicklungsschritt sei es nun, "solche Phasen nicht zuzulassen und weiter intensiv unser Spiel zu spielen". Die nächste Chance für seine jungen Wilden bietet sich schon in einem Monat bei den nächsten Qualifikationsspielen gegen Polen (12. November) und San Marino (16. November).
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(SID)

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