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BVB und RB Leipzig starten in Zwischenrunde der Europa League

BVB und Leipzig starten in K.o.-Phase: "Beim Finale dabei sein"
Von SID

14/02/2018 um 18:32Aktualisiert 14/02/2018 um 19:06

Borussia Dortmund will nach dem Aus in der Champions League nun in der Europa League ins Finale einziehen, dabei ist Atalanta Bergamo in der Zwischenrunde ein machbarer Gegner. Der BVB sieht den Wettbewerb nicht als Trostpreis, sondern will ins Finale einziehen. RB Leipzig ist gegen den SSC Neapel eigentlich Außenseiter, könnte aber vom spannenden Meisterschaftskampf in Italien profitieren.

Peter Stöger hat das Ziel in der Europa League fest vor Augen.

"Wir haben uns alle den 16. Mai freigehalten, um im Finale dabei zu sein. Das ist unsere Zielsetzung, auch wenn starke Gegner dabei sind", sagte der Trainer von Borussia Dortmund vor dem Hinspiel der Zwischenrunde gegen Atalanta Bergamo. RB Leipzig muss auf dem Weg in die nächste Runde die Hürde SSC Neapel überwinden - für den Vizemeister schon ein vorweggenommenes "Finale".

In Dortmund erwartet Stöger beileibe keine einfache Aufgabe. "Für Leute von außen ist es ein Gegner, der vom Namen her nicht so renommiert klingen mag. Doch Atalanta ist eine Mannschaft, die es den Großen in Italien immer schwer gemacht hat, deswegen sind wir gewarnt", sagte Stöger über den Tabellen-Achten der Serie A.

Viel Selbstbewusstsein beim BVB

Gegen defensiv eingestellte Teams tat sich der BVB zuletzt oft schwer. Doch nach der vielversprechenden Rückkehr von Nationalspieler Marco Reus gegen den Hamburger SV (2:0) am vergangenen Samstag geht der BVB mit viel Selbstbewusstsein in das Duell. Dank Stürmer Michi Batshuayi strahlt der BVB auch wieder Torgefahr aus.

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Der BVB gilt nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Champions League und dem wechselhaften Bundesliga-Saisonverlauf nicht unbedingt als erster Titelkandidat, doch die Chance auf den Coup ist da. Der Favoritenkreis ist allerdings erstaunlich groß:

Auch der AC Milan, Atletico Madrid, der FC Arsenal, Leipzig-Gegner Neapel, Lazio Rom oder Olympique Lyon, in dessen Stadion das Endspiel steigt, wollen ihre Möglichkeiten im zweithöchsten europäischen Wettbewerb nutzen. "Wenn man sieht, welche Mannschaften dieses Jahr dabei sind, dann kann man nicht von einem Trostpreis sprechen", sagte BVB-Verteidiger Ömer Toprak.

Leeres Stadion in Neapel erwartet

"Natürlich wollen wir so weit wie möglich kommen. Die Bundesliga und die CL-Qualifikation haben eine große Bedeutung, aber es steht außer Frage, dass wir auch in diesem Wettbewerb das Bestmögliche herausholen wollen", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Ankunft in Neapel.

Yussuf Poulsen geriet vor dem Duell mit Napoli ins Schwärmen. "Das hätte auch das Finale sein können", sagte der RB-Stürmer bei "Sport1" über die Partie beim Tabellenführer der Serie A.

Auf dem Papier verheißt das Duell in Neapel tatsächlich Großes. Doch der Schein trügt: Ein fast leeres Stadion und eine bessere B-Elf als Gegner erwarten die Sachsen im Süden Italiens. Es scheint, als freue sich in dieser Paarung allein der deutsche Vizemeister so richtig auf die Herausforderung Europa.

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"Für solche Spiele" werde man Fußballer, ließ Nationalspieler Diego Demme in der "Bild"-Zeitung verlauten. Demme selbst ist Halb-Italiener, sein Vater Enzo glühender Napoli-Fan. Doch bis in dessen italienische Heimat reicht die Begeisterung nicht.

Laut lokalen Medien waren am Dienstag gerade einmal 6000 Tickets für das Spiel im 60.000 Zuschauer fassenden Stadio San Paolo verkauft - 1500 davon an Fans aus Leipzig. Zum Vergleich: Neapels internationaler Minusrekord in dieser Saison markierte das Champions-League-Heimspiel gegen Schachtjor Donezk (3:0) mit 10.573 Zuschauern.

Neapel gegen Leipzig ohne Stars?

Doch warum droht erneut tote Hose? Leipzig ist schließlich ein offensiv ausgerichteter Gegner, und Neapel hat mit Spielern wie Dries Mertens und Marek Hamsik hochveranlagte Stars im Angebot. Mertens allerdings ist gelbgesperrt, Hamsik wird wohl wie viele andere Stars auch von Trainer Maurizio Sarri für den Ligabetrieb geschont. Den Süditalienern winkt der erste Scudetto seit 1990.

Doch die Leipziger stört das herzlich wenig. "Ich gehe schon davon aus, dass sie den Anspruch haben, erfolgreich zu sein in dem Wettbewerb", sagte RB-Kapitän Willi Orban: "Im Endeffekt kann es uns egal sein, mit wem sie da auflaufen."

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