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"Europas beste Mannschaft": Eintracht träumt von Baku

"Europas beste Mannschaft": Eintracht träumt von Baku

15/03/2019 um 08:51Aktualisiert 15/03/2019 um 13:58

Eintracht Frankfurt hat sich mit einer beeindruckenden Vorstellung gegen Inter Mailand das Ticket fürs Viertelfinale der Europa League gesichert. "Ein Wahnsinn", befand Innenverteidiger Martin Hinteregger. Der 1:0-Sieg im Giuseppe-Meazza-Stadion hat den Erfolgshunger des letzten Bundesligisten im Europapokal weiter gesteigert. Die Reise soll unbedingt weitergehen und möglichst erst in Baku enden.

Danny da Costa brachte den magischen Abend von Mailand auf den Punkt: "Atemberaubend" sei es gewesen, "diese Mannschaft in diesem Stadion zu schlagen", wie der Abwehrspieler gegenüber "RTL" erklärte. Es war aber nicht nur der Erfolg, der atemberaubend war, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie er zustande kam.

Die 13.500 Eintracht-Fans auf der Tribüne sorgten für eine Heimspiel-Atmosphäre im Giuseppe-Meazza-Stadion - und die Mannschaft spielte von der ersten Minute an genauso Fußball. Der Bundesligist übernahm sofort das Kommando und ging selbstbewusst in die Offensive.

"Das ist mehr als verdient"

Auf den Lohn musste die Eintracht nicht lange warten: Nach drei Minuten hatte Sébastien Haller noch Pech, als er an der Latte des Inter-Gehäuses scheiterte, nach sechs Minuten versammelte sich dann eine Jubel-Traube um Luka Jovic, der per Heber zum 1:0 getroffen hatte. Das goldene Tor, das Frankfurt das Viertelfinal-Ticket sicherte.

Man sei "von der ersten Minute total im Spiel gewesen", schwärmte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. "Das ist mehr als verdient." Wenn man überhaupt etwas bemängeln wolle, dann die Chancenverwertung. "Wir hätten auch 3:0, 4:0 oder 5:0 gewinnen können", so Bobic, dem allerdings anzusehen war, dass ihn das nach dem ersten Viertelfinaleinzug des Vereins im Europapokal nach 24 Jahren nicht wirklich störte.

Kampfansage von Trapp

Dabei hatte die Mission Viertelfinale unter leicht erschwerten Bedingungen begonnen. Trainer Adi Hütter musste die Partie von der Tribüne aus verfolgen, da er beim 0:0 in Hinspiel eine Wasserflasche weggetreten hatte, was eine Sperre zur Folge hatte. Co-Trainer Christian Peintinger übernahm und gab später zu Protokoll:

"Ein absolutes Highlight meiner Trainerkarriere, aber es lag an der Mannschaft, die eine leidenschaftliche, souveräne Leistung gezeigt hat. "

Torhüter Kevin Trapp ordnete die Bedeutung des Erfolgs ein. "Wir spielen in der Europa League gegen Mannschaften, die fast jedes Jahr in der Champions League dabei sind. Erst hauen wir Schachtjor Donetsk raus, nun Inter Mailand." Dazu kommt, dass die Frankfurter zuvor eine makellose Gruppenphase mit sechs Siegen in sechs Partien hingelegt haben. Kein Wunder, dass der amtierende DFB-Pokalsieger nach dem Sieg in Mailand die eigenen Kicker mit einem Augenzwinkern zu "Europas bester Mannschaft" kürte.

Und ein wenig träumt man bereits davon, beim Finale am 29. Mai in Baku dabei zu sein. "Wir dürfen jetzt stolz, aber noch nicht zufrieden sein", mahnte Trapp. "Unsere Ziele sind hoch - aber wir haben auch das Team dazu." Und es spricht tatsächlich eine Menge dafür, dass es mit dieser Eintracht atemberaubend weitergeht...

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