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Eintracht Frankfurt mit Sieg gegen Apollon Limassol bereits im Sechzehntelfinale

Frankfurt vorzeitig weiter: "Für viele überraschend"

08/11/2018 um 20:42Aktualisiert 08/11/2018 um 21:54

Eintracht Frankfurt hat im Europa League-Spiel bei Apollon Limassol mit 3:2 (1:0) gewonnen und steht somit bereits im Sechzehntelfinale. Luka Jovic brachte die Gäste früh in Führung (17.). Sébastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) erhöhten auf den 3:0-Zwischenstand. Die Anschlusstreffer für Limassol durch Emilio Zelaya (71./90.+4, Foulelfmeter) kamen zu spät.

So lief das Spiel:

Den engagierteren Start im klangvollen Gymnastikos-Syllogos Pankipria-Stadion in Zyperns Hauptstadt Nikosia, in dem Limassol seine internationalen Spiele austragen muss, erwischte der Gastgeber den besseren Start. Ein Standard von Charalambos Kyriakou segelte nur knapp über das Tor.

Frankfurt fand erst nach einigen Minuten besser in die Begegnung, Marc Stendera verbuchte aus der Distanz die ersten beiden Torannäherungen (12./15.). Besser machte es in der 17. Minute Luka Jovic, der nach Steckpass von Jetro Willems den Ball mustergültig in die Maschen knallte – 1:0.

Frankfurt dominierte in der Folge, Limassol war aber durchaus bemüht. Gerade über die Außen fanden die Zyprioten immer wieder Räume, spielten die Ansätze in der Offensive aber nicht gut aus. Nennenswerte Torraumszenen ließ die Begegnung jedoch lange Zeit vermissen. Der Spielfluss litt unter vielen Unterbrechungen.

Am ereignisreichsten war zu jener Phase eine kleine Auseinandersetzung zwischen Stendera und Apollon-Übungsleiter Sofronis Avgousti an der Seitenlinie – für die der Frankfurter Gelb sah und der Trainer auf die Tribüne musste. Ansonsten nahm sich die Partie fußballerisch bis zur Pause eine Auszeit.

Der zweite Durchgang begann mit einer guten Chance von Jovic (49.), anschließend nahm die Partie allerdings wieder ähnliche Züge wie im ersten Abschnitt an. Limassol agierte bisweilen als das aktivere Team, kam jedoch kaum zu Abschlüssen.

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Frankfurt tat indes nur das Nötigste – und erhöhte trotzdem in der 55. Minute auf 2:0. Der Bundesligist machte das Spiel nach Ballgewinn schnell, Mijat Gacinovic bediente über links mustergültig Sébastien Haller, der trocken einschob.

Drei Minuten später trug sich Gacinovic dann selber in die Torschützenliste ein. Er gewann den Ball am Sechzehner, zog nach innen und versenkte links unten zum 3:0. Die Partie war im Prinzip entschieden, es ging nur noch um die Höhe des Sieges.

In der 71. Minute verkürzte Limassol allerdings: Nach einem Standard setzte sich Emilio Zelaya am Fünfer gut durch und drückte den Ball über die Linie. Die Heimmannschaft intensivierte in der Schlussphase noch einmal seine Bemühungen, David Faupala (79.) setzte einen Kopfball nach Standard knapp neben den Pfosten.

Frankfurt schwächte sich zudem selbst, Stendera wurde nach einem weiteren Foul von Schiedsrichter Tiago Martins mit der zweiten Gelben Karte des Platzes verwiesen (81.). Insgesamt entwickelte sich die Partie wieder unruhiger, Nickligkeiten nahmen zu, der Spielfluss ab.

Die Eintracht beschränkte sich ohnehin auf die Ergebnisverwaltung. Zelaya zwang Kevin Trapp kurz vor Schluss noch einmal zu einer Fußabwehr (89.) – und erzielte in Nachspielzeit per Elfmeter den 2:3-Anschlusstreffer. Vorausgegangen war ein Trikotzupfer von Willems gegen Joao Pedro.

Die Stimme:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich habe gesagt, dass wir versuchen, den ersten Matchball zu nutzen. Das ist uns gelungen. Das ist sehr wichtig und für viele überraschend, dass wir in der schweren Gruppe nach vier Spielen mit zwölf Punkten dastehen. Ich hatte mir vorgenommen, wenn wir weiterkommen, zu den Fans in die Kurve gehen und mich für die Unterstützung zu bedanken. Heute hat das gepasst. Ich merke, dass ich mehr und mehr in Frankfurt ankomme und mich die Fans schätzen."

Das fiel auf:

Apollon Limassol ist sicherlich nicht das attraktivste Los im internationalen Fußball. Doch Europapokal ist Europapokal – so zumindest die Ansicht der Anhänger von Eintracht Frankfurt. 5.000 Anhänger machten sich auf die Reise mit nach Zypern – in der heimischen Liga besuchen gerade einmal rund 2.500 Fans die Spiele der Mannschaft.

So machten die Eintracht-Fans rund 80 Prozent der Zuschauer im Stadion aus – und sorgten für beeindruckende Bilder. Größtenteils in graue Hoodies gekleidet, bildete der SGE-Anhang in der Kurve eine "graue Wand" und bot über die gesamte Spieldauer eine ohrenbetäubende Heimspielatmosphäre. Abgesehen der Treffer wurde eine über weite Strecken triste Partie somit zum Ereignis.

Der Tweet zum Spiel:

Vierter Sieg im vierten Europa-League-Spiel: Die Eintracht qualifiziert sich in der Gruppe H vorzeitig für die Zwischenrunde.

Die Statistik: 15

Limassol versprüht international nur wenig Schrecken. Die Zyprioten blieben zum 15. Mal hintereinander ohne Sieg in der Europa League und bauten damit den eigenen Negativrekord in diesem Wettbewerb weiter aus.

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