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Kantersieg in der Qualifikation: Eintracht lässt gegen Vaduz nichts anbrennen

Kantersieg in der Qualifikation: Eintracht lässt gegen Vaduz nichts anbrennen

08/08/2019 um 22:18Aktualisiert 08/08/2019 um 22:43

Eintracht Frankfurt hat das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League souverän gegen den FC Vaduz mit 5:0 (3:0) gewonnen. Filip Kostic hatte den Torreigen mit einem Doppelpack eröffnet (11./27.). Neuzugang Dominik Kohr hatte noch vor dem Pausenpfiff auf 3:0 erhöht (41.). Im zweiten Durchgang trafen dann Gonçalo Paciência (53.) und Mijat Gacinovic (63.).

So lief das Spiel:

Nachdem Eintracht Frankfurt die Mission Europa League-Qualifikation in Estland gegen den FC Flora Tallinn bestand, ging es in der dritten Runde gegen den schweizerischen Zweitligisten FC Vaduz aus Liechtenstein. Die Hessen waren - wie bereits gegen Tallinn - haushoher Favorit und wurden ihrer Rolle gegen Vaduz von Beginn an gerecht.

Den ersten Eckball erspielten sich die Frankfurter nach nur 20 Sekunden, in der 11. Minute verbuchten sie die frühe Führung. Außenverteidiger Filip Kostic suchte rund 28 Meter vor dem Tor aus zentraler Position den Abschluss. Der Ball flatterte, Keeper Benjamin Büchel verschätzte sich - 1:0 für die Eintracht.

Die Gäste blieben tonangebend, ließen die Hausherren in der 27. Minute etwas in die Offensive kommen, um dann wiederum blitzschnell umzuschalten. Nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte, wurde Kostic lang geschickt. Der SGE-Akteur setzte sich im Laufduell durch, zog in den Strafraum ein und suchte aus elf Metern halblinker Position den Abschluss. Sein Schuss landete im kurzen Eck - erneut sah Büchel im FC-Tor nicht sonderlich gut aus.

In der 41. Minute machten die Frankfurter schließlich frühzeitig alles klar: Nach einem Eckball von der rechten Seite, prallte die Kugel von einem Vaduzer Spieler an den Fünfmeterraum, wo Neuzugang Dominik Kohr richtig stand und den Ball problemlos ins Tor schoss zu seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Frankfurter.

Im zweiten Durchgang nahmen die Frankfurter etwas Tempo aus dem eigenen Spiel, blieben jedoch weiterhin gefährlich und sorgten in der 53. Minute für das 4:0. Kostic sammelte mit einer perfekten Flanke von der linken Seite den nächsten eigenen Scorerpunkt, in der Mitte köpfte Gonçalo Paciência aus sechs Metern ein.

Zehn Minuten später ließen die Frankfurter den fünften Treffer folgen. Danny da Costa zog in die rechte Strafraumhälfte ein, bewies Technik und Auge und lupfte den Ball ins Zentrum. Mijat Gacinovic stand blank vor dem Tor und legte die Kugel in die Maschen.

Der Schlusspunkt in einem Qualifikations-Hinspiel, das rein ergebnisorientiert kein Rückspiel mehr benötigt: Die Frankfurter werden in die nächste Runde einziehen - daran ließen sie keinen Zweifel. Doch zunächst steht das Rückspiel in Frankfurt an - pro forma.

Die Stimmen:

Dominik Kohr (Eintracht Frankfurt): "Wir haben den Gegner einfach gar nicht ins Spiel kommen lassen und zielstrebig die Dinger vorne weggemacht und mich freut es, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte. Über weite Strecken war es einfach ein verdienter Sieg gewesen - auch in der Höhe."

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt): "Die Nummer ist durch. Freut mich, dass die Jungs es super angenommen haben - nach einer Minute habe ich schon ein gutes Gefühl gehabt. Da habe ich gemerkt, die Jungs sind drin und sie nehmen es nicht zu leicht hier."

Das fiel auf: Homogenes Team

Die Frankfurter zeigten sich in einer sehr guten Frühform, nahmen das Qualifikationsspiel gegen den schweizerischen Zweitligisten ernst. Im Spiel gegen den Ball stimmen Timing, Einsatz und Kompaktheit, nach vorne Zielstrebigkeit, Tempo und Abschlussstärke. Auffällig war dabei der Teamspirit, mit dem die Eintracht auftrat.

Eine gute Kommunikation, dazu eine hohe Qualität auf dem Platz und der Bank - und Neuzugänge, die dem Team direkt halfen und ins Eintracht-Schema passen: Bissig, lauf- und charakterstark. Die Fans im Rücken, Homogenität im Kader - mit Eintracht Frankfurt ist in dieser Saison zu rechnen - national und international.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 3

Drei Spiele, drei Tore - das ist die Bilanz von Paciência, der durch die Abgänge von Sébastien Haller und Luka Jovic mittlerweile Stürmer Nummer Eins im Eintracht-Sturm ist. Er macht in dieser Frühphase der Saison deutlich, diese Rolle ausfüllen zu können und auch zu wollen.

Video - Überraschender Name: Eintracht hat Haller-Ersatz im Visier

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