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Frankfurt nimmt erste Hürde: "War nicht einfach"

Frankfurt nimmt erste Hürde: "War nicht einfach"

01/08/2019 um 22:18Aktualisiert 02/08/2019 um 08:37

Eintracht Frankfurt steht in der dritten Runde der Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase. Im Heimspiel gegen den FC Flora Tallinn setzten sich die Hessen mit 2:1 (1:1) durch. Für die Eintracht traf Goncalo Paciência doppelt (37/54.), den einzigen Treffer für die Gäste aus Estland erzielte Vlasiy Sinyavskiy (40.). In der nächsten Runde geht es dann nach Liechtenstein zum FC Vaduz.

So lief das Spiel:

Nach dem 2:1-Auswärtssieg in Estland beim FC Flora Tallinn, gingen die Frankfurter vor ausverkauftem Haus ins Rückspiel der Mission Europa League-Qualifikation. Der FC Flora, der mitten in der Saison steckt, war bemüht, trotz Underdog-Stellung die Frankfurter zu stürzen - musste sich jedoch in der Anfangsphase eingestehen, dass der Halbfinalist der vergangenen Saison eine Nummer zu groß war.

Die Frankfurter waren von Beginn an die überlegende Mannschaft, gingen mit Überzeugung und hoher Intensität auf Sieg. Im Spiel nach vorne fehlte der Eintracht allerdings zunächst die Präzision im Kombinationsspiel. In der 37. Minute passte schließlich alles. Danny da Costa brachte den Ball von der rechten Seite punktgenau ins Zentrum auf Gonçalo Paciência, der per Kopfball zur Stelle war und ins linke Toreck verwandelte.

Nur vier Minuten später antworteten die Gäste mit ihrem ersten gefährlichen Angriff aus dem Nichts mit dem 1:1-Ausgleichstreffer. Konstantin Vassiljev schickte Vlasiy Sinyavskiy mit einem weiten Ball in die Spitze auf die Reise. Der Offensivmann ließ anschließend Almamy Touré in der linken Strafraumhälfte stehen, zog nach innen und zirkelte den Ball wunderschön und unhaltbar ins rechte Toreck. Tallinn war zurück - und das, obwohl die Frankfurter das Spiel dominierten.

Im zweiten Durchgang drehten die Frankfurter wieder auf, bekamen in der 52. Minute einen Handelfmeter zugesprochen. Einen Schuss von da Costa bekam Henri Järvelaid im Strafraum an den Ellbogen. Paciência übernahm die Verantwortung vom Punkt und verwandelte sicher ins rechte Eck. Der Knockout für den FC Flora.

Die Eintracht spielte die Partie in der Folge ohne größtmögliche Anstrengung herunter - kombinierte sich dennoch zu guten Tormöglichkeiten. In der 62. Minute hatte Paciência die große Chance auf den Dreierpack, sein herrlicher Fallrückzieher aus elf Metern ging allerdings knapp links am Kasten vorbei.

Letztlich blieb es beim 2:1-Erfolg der Frankfurter vor heimischer Kulisse, wodurch sie in die 3. Qualifikationsrunde einzogen und nun auf den FC Vaduz treffen, der sich nach Verlängerung gegen MOL Fehérvár FC durchsetzte.

Die Stimmen:

Makoto Hasebe (Eintracht Frankfurt): "Tallinn hat es gut gemacht, wir haben uns ein wenig schwergetan. Das Wichtigste ist natürlich das Ergebnis. Wir sind noch in der Vorbereitung und deswegen noch nicht zu 100 Prozent fit."

Fredi Bobic (Vorstand Sport Eintracht Frankfurt): "Es war natürlich nicht einfach, aber die Fans haben es zu einem großen Erlebnis gemacht. Wir respektieren den nächsten Gegner, wir werden es ernst nehmen und seriös angehen."

Das fiel auf: Keine Sturmflaute

Nach den beiden potenziellen Abgängen von Luka Jovic zu Real Madrid und Sébastien Haller zu West Ham United, drohte Eintracht Frankfurt auf dem ersten Blick eine Sturmflaute. Nachvollziehbar, denn die beiden Angreifer hatten maßgeblichen Anteil an den jüngsten Erfolgen der Hessen.

Doch mit Paciência und Ante Rebic hatten die Frankfurter ohnehin zwei weitere hochklassige Stürmer in den eigenen Reihen, durch den Transfer des 19-jährigen Dejan Joveljic bauten sie ihre Personaldecke im Angriff weiter aus. Der Abgang des Sturm-Duos schmerzt, doch die monetäre Komponente in Kombination mit dem personellen Ausgleich lassen die Eintracht über diesen Verlust hinwegsehen.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 48.000

Rückspiel in der 2. Qualifikationsrunde der Europa League und die Frankfurter Arena war mit 48.000 Zuschauern ausverkauft. Frankfurt auf Europareise: Der Hype lebt! Gegen den FC Flora Tallinn wählten die Eintracht-Fans einen weißen Dress-Code. Genau wie damals beim Pokalfinale 2018, als sich die Frankfurter zum Titelträger krönten.

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