So lief das Spiel:

Die Wolverhampton Wanderers suchten gleich zu Beginn den Weg nach vorne und kamen direkt zum ersten Abschluss. Adama Traoré setzte sich an der rechten Eckfahne durch und brachte den Ball in die Mitte. Dort stieg Zielspieler Raúl Jiménez hoch, aber der Stürmer konnte den Ball nicht richtig drücken. So war der Abschluss kein Problem für Bono im Sevilla-Tor (1.).

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11/08/2020 AM 20:01

Dieses Duell sollte sich rund zehn Minuten direkt wiederholen und wieder sollte Bono die Oberhand behalten. Traoré bekam noch in der eigenen Hälfte den Ball und nahm Tempo auf. Der 24-Jährige übersprintete zwei Gegenspieler und auch Diego Carlos konnte kaum folgen. Der Brasilianer griff im Sechzehner angekommen dann zur Grätsche, traf allerdings nur den Wolves-Angreifer, sodass Schiedsrichter Daniele Orsato folgerichtig auf Strafstoß entschied (11.).

So bot sich Jiménez die große Chance zur Führung. Der Mexikaner wartete lange und wählte dann halbhoch die rechte Ecke. Der Ball war jedoch weder platziert, noch scharf und so pariert Bono locker (13.).

Sevilla antwortet mit einem Distanzschuss von Suso, diesen parierte Wolverhampton-Schlussmann Rui Patrício stark (14.). Nach dem vergebenen Strafstoß war der Schwung bei den Wolves etwas raus, die Engländer konzentrierten sich auf die Defensive und warteten auf Konter.

Sevilla kontrollierte den Ball, aber fanden kaum einen Weg vor das Tor von Patricio. Die Spanier versuchten es vermehrt mit Flanken und Weitschüssen, was allerdings kein probates Mittel war und so ging es torlos in die Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt setzte sich das gezeichnete Bild fort: Sevilla dominierte, wurde jedoch kaum gefährlich. Der erste Flankengeber, der einen gefährlichen Abnehmer fand, war Suso. Er bediente Jules Koundé vom rechten Strafraumeck aus und der Innenverteidiger köpfte aus fünf Metern drüber (66.).

Etwas genauer zielte kurz darauf Éver Banega. Der Argentinier hob eine Freistoß aus 18 Meter zentraler Position über die Mauer. Der Ball hätte unter die Latte gepasst, doch Patricio hatte etwas dagegen (77.).

Schlussendlich war es dann doch eine Standardsituation, die die Entscheidung brachte. Suso führte einen Eckstoß von der rechten Seite kurz auf Banega in den Rückraum aus. Der Mittelfeldregisseur nahm den Ball an und zog ihn auf den ersten Pfosten. Lucas Ocampos ging dem Flankenball schön entgegen und köpfte mustergültig in die lange Ecke ein (88.).

Wolverhampton hatte nach diesem Tiefschlag nichts mehr entgegenzusetzen und so zog der FC Sevilla erstmals seit 2016 wieder ins Halbfinale der Europa League ein.

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Die Stimmen:

Nuno Espirito Santo (Trainer Wolverhampton Wanderers): "Sevilla hat uns zum Laufen gebracht. Wir haben große Anstrengungen unternommen um es zu kontrollieren, aber natürlich gab es Spieler, die alles gegeben und dadurch platt waren. Wir müssen stolz auf uns sein und zugeben, dass wir während der Saison Fehler gemacht haben. Die müssen wir nun korrigieren, um auf ein höheres Niveau zu kommen. Wir müssen härter arbeiten und stärker werden."

Conor Coady (Wolverhampton Wanderers): "Wir haben super angefangen. Wir geben Raúl Jiménez nicht die Schuld, er erzielt so viele Tore für uns. Wir hätten keins bekommen dürfen. Wir haben gegen eine starke Mannschaft verloren, aber wir haben sie gefordert."

Bono (FC Sevilla): "Ich bin sehr zufrieden mit dem gesamten Team. Der Gegner war hinten sehr gut organisiert und hatte vorne ein paar sehr schnelle Spieler. Wir sind allerdings drangeblieben, bis wir uns belohnt haben. Ocampos Tor war eine sehr große Befreiung, es war eine Erleichterung."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Sevillas Flanken

Der FC Sevilla kontrollierte über große Teile des Spiel den Ball, aber kam kaum gefährlich vor das Tor. So versuchten es die Spanier immer wieder mit hohen Flanken, doch gegen das hochgewachsene Innenverteidiger-Trio Willy Boly, Conor Coady und Romain Saïss war kein Kraut gewachsen. Die Wolves-Defensive köpfte beharrlich alles weg, bis kurz vor Schluss doch noch eine Flanke die Entscheidung brachte.

Die Statistik: 9

Neun Partien trug der FC Sevilla in der K.o.-Phase der europäischen Wettbewerbe gegen englische Kontrahenten aus. Nur ein einziges Mal verließen die Spanier das Feld als Verlierer (sechs Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlagen). Die einzige Niederlage gab es im Champions-League-Achtelfinale 2016/17 mit 0:2 gegen Leicester City.

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