Der Tabellenführer der Gruppe G, Bayer Leverkusen, blickte mit breiter Brust auf das heutige Spiel gegen Celtic Glasgow. Mit einem Sieg vor heimischer Kulisse konnte die Werkself das Erreichen des Achtelfinals bereits vorzeitig perfekt machen. Die Gäste aus Glasgow standen dagegen unter Zugzwang, heute punkten zu müssen.
Das Heimteam von Coach Gerardo Seoane kam exzellent in die Partie und übernahm von Beginn an das Kommando. Leverkusens Robert Andrich tauchte bereits in Minute zehn mit einer Kopfballchance vor dem Tor von Joe Hart auf. Wenig später war es wieder Andrich, der mit einer Energieleistung das 1:0 erzielte. Von außerhalb des Sechzehners nahm Andrich Anlauf, stürmte beim Eckball zur Mitte und wuchtete den Ball per Kopf in die lange Ecke (16.).
In der Folge kombinierte sich Bayer immer wieder gut vor das Celtic-Tor, aber die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte den Hausherren. Stellvertretend dafür war Moussa Diaby, der nach einer halben Stunde die Möglichkeit zum 2:0 vergab. Der 22-Jährige spielte ab, statt selbst den Torschuss zu wagen (31.). Kurz darauf dann der Schock für Bayer: Celtic Glasgow bekam einen Elfmeter zugesprochen und glich zum 1:1 aus (40.). Zuvor hatte Torwart Lukas Hrádecký den Japaner Kyogo Furuhashi mit einer ungestümen Aktion gefoult, woraufhin der Videoassistent auf Elfmeter entschied.
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Kurz vor dem Seitenwechsel hatte die Werkself Pech, als innerhalb weniger Sekunden erst Diaby und dann Wirtz nur Aluminium trafen (44.). Mit entsprechender Wut im Bauch kam Bayer Leverkusen aus der Kabine und machte weiterhin Druck nach vorne. Immer wieder schaltete sich Diaby in der Spitze ein und tauchte gefährlich vor Joe Hart auf. Doch auch mit vereinten Kräften gelang es Diaby und Amine Adli nicht, Joe Hart zu überwinden, der das Leder gerade noch von der Linie kratze (53.).
Im Gegenzug wurde der Spielverlauf dann auf den Kopf gestellt – ein langer Abschlag von Hart fand seinen Weg zu James Forrest der im Sechzehner quer auf Jota legte. Bayer-Verteidiger Jeremie Frimpong rutschte unglücklich weg und der Portugiese Jota netzt mit einem satten Linksschuss zur Führung ein.
Die Werkself ließ sich jedoch auch davon nicht entmutigen und blieb ihrem Angriffsfußball treu. Der ansonsten starke Florian Wirtz verspielte eine Kontersituation leichtfertig, indem er den Abspielzeitpunkt verpasste (63.).
In der Schlussphase drehte Bayer dann nochmals richtig auf. Zuerst versagten Adli im Duell mit Joe Hart die Nerven (80.), dann machte Andrich zwei Minuten später alles richtig und traf diesmal per Volley zum 2:2 Ausgleich (82.). Leverkusen warf nun alles nach vorne und belohnte sich schließlich durch einen weiteren Volley-Treffer von Diaby, der nach Zuspiel von Wirtz auf 3:2 stellte (87.). In den Schlussminuten machte Lukas Hrádecký seinen Fehler wieder gut und hielt einen starken Kopfball von David Turnbull fest (90.+6). Damit jubelt Bayer nach unerwartet hartem Kampf über drei Punkte und das Weiterkommen in der Europa League.

Die Stimmen zum Spiel:

Gerardo Seoane (Trainer Bayer Leverkusen): "Großes Kompliment an meine Mannschaft für die ganze Gruppenphase. Sich einen Spieltag vor Schluss schon für die nächste Runde zu qualifizieren, ist nicht selbstverständlich."
Robert Andrich (Bayer Leverkusen): "Es ist nicht alltäglich, dass dein Name in der Kurve gerufen wird. Ich möchte mit meiner Art Fußball zu spielen der Mannschaft helfen. Dass es jetzt auch mit Toren klappt, freut mich umso mehr. Das dürfte mein erster Doppelpack als Profi gewesen sein."
Ange Postecoglou (Trainer Celtic): "Wir konnten am Ende nicht das Ergebnis mitnehmen, das möglich gewesen wäre. Trotzdem, Kompliment an meine Mannschaft – Leverkusen ist ein fantastisches Team, aber wir haben ihnen heute einen harten Kampf um den Sieg geliefert."

Der Tweet zum Spiel:

Doppeltorschütze Robert Andrich bejubelt stellvertretend für das Team von Bayer Leverkusen den Einzug ins Achtelfinale der Europa League.

Das fiel auf: Robert Andrich

Der Leverkusener Mittelfeldmotor stand stellvertretend für die Entschlossenheit, mit der sich Bayer den 3:2-Sieg erkämpfte und erzielte selbst zwei Treffer. Der eigentlich defensiv ausgerichtete Spieler auf der Sechser-Position scheute keinen langen Sprint in die Spitze, wodurch er sich auch die beiden Treffer erarbeitete und zurecht den Titel des Man-of-the-Match sicherte!

Die Statistik zum Spiel: 15

Der Leverkusener Mittelfeldmotor stand stellvertretend für die Entschlossenheit, mit der sich Bayer den 3:2-Sieg erkämpfte und erzielte selbst zwei Treffer. Der eigentlich defensiv ausgerichtete Spieler auf der Sechser-Position scheute keinen langen Sprint in die Spitze, wodurch er sich auch die beiden Treffer erarbeitete und zurecht den Titel des Man-of-the-Match sicherte!
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