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FC Bayern München: Die Lehren des Trainingslagers in Katar

5 Bayern-Lehren aus Katar: Für diese Spieler wird's schwer

11/01/2019 um 07:41Aktualisiert 11/01/2019 um 09:11

Aus der Sonne in den Schnee: Nach sechs Tagen beendete der FC Bayern München sein politisch umstrittenes Trainingslager in Katar, eine Woche Vorbereitung in Deutschland bleibt dem Rekordmeister noch - dann wird's ernst. Bayern-Trainer Niko Kovac ließ seine Präferenzen durchblicken, was es für einige Altstars schwer macht. Überhaupt hat die Zukunft begonnen, endlich und endgültig.

Vor dem Telekom Cup am Sonntag in Düsseldorf, wo der FC Bayern in 45-Minütern gegen die Fortuna und Gladbach oder Hertha BSC antritt, nennt Eurosport.de die wichtigsten Lehren aus Doha.

1. Schwere Zeiten für Martínez und Hummels

"Die Arbeit hat sehr viel Saß gemacht, die Jungs waren sehr engagiert und konzentriert", berichtet Bayern-Trainer Niko Kovac im vereinseigenen TV-Kanal. "Die Schwerpunkte, die wir gesetzt haben, haben wir alle umgesetzt."

Wie üblich ist der Kampf um elf Plätze entbrannt. Kovac ehrlich:

"Ich würde lügen, wenn sagen würde, dass ich die Leistungen aus der Hinrunde nicht honoriere. Die Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr erfolgreich gespielt hat, hat einen gewissen Vorteil. Wenn ich aber das Gefühl habe, dass einer denkt, er ist schon fix drin, kann es passieren, dass er auch fix draußen ist."

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Konkret bedeutet das Folgendes: Die Doppelsechs bleibt, es deutet sich aber an, dass sie nicht mehr von Leon Goretzka und Joshua Kimmich besetzt wird, sondern von Goretzka und dem genesenen Thiago. Für Javi Martínez, unter Jupp Heynckes unerlässlich, werden die Zeiten nicht leichter; Athletic Bilbao interessiert sich für seine Rückkehr.

2. "Phonzy" gibt den Ton an

"Servus! Wie geht's?" Die ersten drei Worte von Alphonso Davies kamen unfallfrei auf Deutsch daher. Der Kanadier wurde von den Vancouver Whitecaps eingekauft, er soll ein Gesicht der Bayern werden und den überlebensgroßen Spuren von Arjen Robben und Franck Ribéry nacheifern.

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Zlatan Ibrahimovic, der Davies aus Amerika kennt, ist vom Teenager überzeugt:

"Ich sehe eine strahlende Zukunft."

Davies' Förderer Craig Dalrymple, Technischer Direktor der Whitecaps-Jugendakademie, vergleicht ihn "aufgrund der Power und der Geschwindigkeit" sogar mit Kylian Mbappé. "Nicht zu viel Respekt" dürfe das Greenhorn haben, mahnt Ibrahimovic, das hat "Phonzy" offenbar verinnerlicht: In Katar löste er Boateng, David Alaba und Rafinha prompt als Kabinen-DJ ab.

3. Umbruch: Jetzt aber richtig!

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Damit nicht genug: Lucas Hernández (22) von Atlético Madrid sei "ein interessanter Spieler", Leipzigs Timo Werner (22) laut Salihamidzic "auch ein sehr, sehr guter Spieler". Der FC Bayern überzeugt sich gerade selbst davon, wie er sich auf dem Markt positionieren will. In München hat die Zukunft begonnen.

4. Robbery droht unrühmliche Abschiedstournee

Umgekehrt sinken die Aktien alter Helden. Mit Davies, eventuell Hudson-Odoi sowie Serge Gnabry (23) und Kingsley Coman (22) schwinden die Einsatzchancen für Robben und Ribéry.

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Robben hat sich keines Goldsteaks samt Social-Media-Beschimpfungen verdächtig gemacht, kurierte seine lästige Reizung im Oberschenkel jedoch nicht optimal aus. Kovac sagt:

"Wir haben schon damit gerechnet, dass er im Trainingslager wieder voll eingreifen kann, aber er fühlt sich nicht 100-prozentig sicher. Dann macht es keinen Sinn."

Der Niederländer fand seine Woche "nicht so gut", er müsse nun "von Tag zu Tag" schauen. Robbery droht eine unrühmliche Abschiedstournee.

5. Das Mia san Mia ist zurück

Süle personifizierte das wiedererlangte Mia-san-Mia-Verständnis, als er in Doha auf einem Pressekonferenz-Thron saß (wie passend) und sagte:

"Sechs Punkte sind nicht die Welt. Wir werden Meister! Es gibt keinen Einzigen in der Mannschaft, der nicht davon ausgeht."

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