Die langjährige Zusammenarbeit mit dem Bayern-Sponsor Qatar Airways habe gezeigt, dass "durch Fußball und Dialoge Dinge verbessert worden sind. Langsam, aber sicher", führte der 65-Jährige aus. Dennoch sieht Rummenigge das Emirat weiter in der Verantwortung: "Katar muss weitermachen - aber sie haben angefangen."
Zuletzt hatten im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele einige Nationalmannschaften ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen in Katar gesetzt. Das DFB-Team hatte etwa mit selbst bemalten T-Shirts die Botschaft HUMAN RIGHTS (Menschenrechte) ausgesendet. Rummenigge befürwortet die Aktionen der Nationalspieler: "Die Spieler haben das Recht, ihre Bedenken öffentlich zu machen."
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Rummenigge spricht sich erneut gegen Super League aus

Zudem sprache sich der 65-Jährige erneut deutlich gegen eine Super League im europäischen Fußball ausgesprochen. "Das ist etwas, das ich mir niemals vorstellen könnte", sagte Rummenigge: "Eine Super League würde die Grundlagen des europäischen Fußballs erschüttern. Ich glaube nicht, dass das richtig ist." Passend findet Rummenigge aber das geplante Format für die "neue" Champions League.
Mit dem derzeit gehandelten Schweizer Modell gebe es zwar generell mehr Partien, dafür stünden kaum Spiele ohne Wert auf dem Programm. Negative Folgen für die Bundesliga durch die ab 2024 angedachte Reform befürchtet er nicht. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Diese beiden Wettbewerbe sind in der Vergangenheit in Koexistenz gediehen, und ich würde erwarten, dass sie auch in der Zukunft gedeihen."

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge

Fotocredit: Getty Images

Rummenigge sieht Gefahr beim Financial Fairplay

Gefahr sieht Rummenigge vielmehr in der zuletzt gehandelten Reform des Financial Fairplay (FFP). Wie der "Kicker" kürzlich berichtete, denkt die UEFA über eine Aufhebung des Limits für Investorengelder nach. Dies könne ein ruinöses Wettrüsten einleiten, befürchtet der ehemalige Weltklasseangreifer: "Wir können nicht an den Punkt kommen, an dem nur noch Vereine im Besitz von Milliardären konkurrieren können."
Prinzipiell befürworte er zwar eine Reform des FFP, doch eine derartige Deregulierung setze am falschen Ende an. Viel wichtiger sei eine konsequentere Durchsetzung von Strafen. Die Regeln seien "nicht gut genug definiert, es ist alles eine Grauzone", führte Rummenigge aus: "Vereine, die in Zukunft gegen die Regeln verstoßen, müssen mit viel härteren Sanktionen rechnen. Wir müssen es dieses Mal wirklich richtig machen. Kluge Leute schauen sich das an."
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(SID)

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