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Beißen verboten: Luis Suárez macht Schluss mit Skandalen

Suárez macht Schluss mit Skandalen
Von SID

14/06/2018 um 17:59Aktualisiert 14/06/2018 um 21:45

Nach seiner Beiß-Attacke von Brasilien will Luis Suárez bei dieser WM nur noch sportlich bleibenden Eindruck hinterlassen. "Ich bin mir selbst und Uruguay Wiedergutmachung schuldig, um ein gutes Bild abzugeben", gelobte der geläuterte Stürmer. Seinen herzhaften Biss in die Schulter des Italieners Giorgio Chiellini beim WM-Vorrundenspiel vor vier Jahren bezeichnet er heute unumwunden als "Fehler".

Die WM 2014 war für Suárez nach dieser aufsehenerregenden Aktion abrupt beendet. Ohne ihren langfristig gesperrten Torjäger schied die Celeste im Achtelfinale gegen Kolumbien aus. Vier Jahre zuvor hatte der zweimalige Weltmeister noch das Halbfinale erreicht. Schon damals, bei der Endrunde in Südafrika, sorgte der bullige Stürmer im Viertelfinale gegen Ghana mit einem absichtlichen Handspiel auf der Torlinie für Aufruhr.

Auch sonst ist die Vita von Uruguays Rekordtorschützen (98 Spiele, 51 Tore) üppig gespickt mit Skandalen aller Art: Mal griff er einen Schiedsrichter an, mal leistete er sich eine Prügelei mit einem Mitspieler. Und 2011 wurde er für acht Spiele gesperrt, nachdem er Patrice Evra rassistisch beleidigt hatte.

Uruguay will den Gruppensieg

Bei der Endrunde in Russland kehrt Suárez, der von Montevideo über Groningen, Amsterdam und Liverpool in Barcelona gelandet ist, also auf die große WM-Bühne zurück. Als gereifter 31-Jähriger soll er nach einer starken Saison nun an der Seite von Sturmpartner Edinson Cavani (Paris Saint-Germain) dafür sorgen, dass Uruguay zunächst einmal seiner Rolle als Favorit auf den Sieg in der Gruppe A gerecht wird.

Nationaltrainer Óscar Washington Tabárez setzt sein volles Vertrauen in Suárez: "Er ist als Mensch gereift. Er ist gut vorbereitet und hat die richtige Denkweise. Er erfüllt alle meine Erwartungen. Davon werden wir als ganzes Team profitieren."

Suárez will gutes Beispiel sein

Die Mission von "El Pistolero" und Co. beginnt am Freitag (14.00 Uhr) in Jekaterinburg mit dem Spiel gegen Ägypten, es folgen die Duelle mit Saudi-Arabien (20. Juni/Rostow) und Gastgeber Russland (25. Juni/Samara). Auch hinsichtlich der Ziele gibt sich Suárez erstaunlich demütig. "Erstmal wollen wir die Gruppe überstehen, dies wird schwierig genug. Wir müssen viele gute Tage haben, um gewinnen zu können," sagte er dem kicker.

Er selbst möchte nun mit gutem Beispiel vorangehen - und die Rolle als Führungsspieler ausfüllen. "Mir fällt schon auf, dass mich die jüngsten Spieler beobachten. Bei allem. Das ist schön, weil es eine Demonstration des Vertrauens ist." Dieses Vertrauen muss Suárez nun auf dem Platz zurückzahlen.

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