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DFB-Team: Ilkay Gündogan weinte offenbar wegen Pfiffen in der Kabine

Bericht: Gündogan weinte wegen Pfiffen in der Kabine

14/06/2018 um 17:01Aktualisiert 15/06/2018 um 15:19

Sein 26. Länderspiel war das schwerste. Beim deutschen WM-Test gegen Saudi-Arabien wurde Ilkay Gündogan nach seiner Einwechslung (53. Minute) von den eigenen Fans ausgepfiffen, sobald er den Ball berührte - wegen des Fotos mit dem türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdogan, dessen Wirkung auch nach einem Monat anhält. Laut "Bild" weinte Gündogan später in der Kabine und musste getröstet werden.

Im Gegensatz zu Mesut Özil, der ebenfalls mit Erdogan posierte, zur entflammten Debatte aber beharrlich schweigt, geht Gündogan das Ganze offenbar nahe.

"Beleidigen lassen will ich mich nicht", hatte er schon vor dem Saudi-Arabien-Spiel angemerkt, nach seinem Auftritt - der fahrig und nervös wirkte, die Pfiffe trafen einen wunden Punkt - sagte Bundestrainer Joachim Löw über die Unmutsbekundungen des Publikums:

"Das hat mich schon geschmerzt. Wir werden ihn unterstützen."

Gündogan selbst schrieb auf Twitter, dass er "immer noch stolz" sei, für Deutschland spielen zu dürfen.

Ob und wie sich die Erdogan-Affäre beim DFB-Team aufs Sportliche ausstreckt, ist eine Frage, die diskutiert werden muss. Nach wie vor.

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